Neues Wolfskonzept

  • Caroline Nienhuis
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wolf3Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) hat am vergangenen Mittwoch einen neuen Anhang zum Wolfskonzept veröffentlicht. Demnach stehen für die Herdenschutzmassnahmen 2010 insgesammt 830’000 Franken zur Verfügung. Das BAFU legt einen Schwerpunkt auf den Einsatz von Herdenschutzhunden, deren Kauf und Unterhalt finanziell unterstützt wird. Gemäss WWF Schweiz werden die Mittel für den Herdenschutz in diesem Jahr aber nicht ausreichen. Mit seinem Entscheid gefährde der Bund den wirkungsvollen Herdenschutz, der Schafe und Ziegen vor Wolfszugriffen schützt.

In den letzten Jahren hat in der Schweiz die Anzahl der Wölfe zugenommen. 2009 wurden 11 verschiedene Wölfe genetisch nachgewiesen und zwar in 11 Kantonen. Auch gibt es Hinweise auf weitere Tiere, wovon einige auch in 2010 in der Schweiz unterwegs sind. Da in den Schweizer Alpen jährlich rund 250’000 Schafe und etwa 20’000 Ziegen weiden, ist ihr Schutz für ein Nebeneinander von Mensch und Grossraubtieren sehr wichtig.

WWF Schweiz

KORA

Bundesamt für Umwelt

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