Neues Waldgesetz: Stellungnahme der Umweltverbände

  • Redaktion Naturschutz
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Die Umweltorganisationen WWF Schweiz, Pro Natura, SVS/BirdLife Schweiz und Stiftung Landschaftsschutz Schweiz sind mit dem Vernehmlassungsentwurf zum neuen Waldgesetz nicht einverstanden. Sie befürchten vor allem, dass durch das revidierte Waldgesetz die Natur im Wald auf wenige Flächen zurückgedrängt wird. In einer gemeinsamen Stellungnahme zur Vernehmlassung fordern sie darum, den naturnahen Waldbau im bewährten Rahmen beizubehalten. Sie sind überzeugt: Davon profitiert nicht nur die Natur, sondern auch die Waldwirtschaft.

Auf Kritik stösst vor allem, dass der Vernehmlassungsentwurf zum neuen Waldgesetz den Naturschutz nicht mehr auf der ganzen Fläche vorsieht. „Die Natur droht in Reservate und auf unrentable Flächen verbannt zu werden“, erklärt Damian Oettli vom WWF Schweiz. „Um die Artenvielfalt im Wald zu erhalten, muss die Natur im Wald auch dort Platz haben, wo Holz genutzt wird.“ Heute häufige Arten dürfen nicht selten werden. Dazu muss der naturnahe Waldbau im bisherigen, bewährten Rahmen beibehalten und weiterentwickelt werden, verlangen die Organisationen.

Der revidierte Gesetzestext erwähnt zwar die naturnahe Bewirtschaftung. Für die Umweltorganisationen lässt die Formulierung aber zu viel Interpretationsspielraum offen. Sie verlangen eine umfassende Beschreibung des naturnahen Waldbaus, die neben einer standortgerechten Baumartenwahl, schonender Bodennutzung, und mehrheitlicher Naturverjüngung wie bis anhin auch die Förderung der Artenvielfalt auf der ganzen Waldfläche festschreibt.

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SVS/BirdLife Schweiz

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