© Jon Pult, Alpen-Initative
© Jon Pult, Alpen-Initative

Neuer Präsident für die Alpen-Initiative

  • Nicole Wabersky
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Jon Pult, der junge mehrsprachige Bündner Politiker, wurde von der Mitgliederversammlung der Alpen-Initiative zum neuen Präsidenten des Vereins gewählt. Gleichentags hat die Alpen-Initiative eine Resolution verabschiedet, in der sie auf den engen Zusammenhang zwischen einer zweiten Strassenröhre am Gotthard und der Schweizer Verlagerungspolitik hinwies.

„Ich bin davon überzeugt, dass die Alpen und ihre Bewohnerinnen und Bewohner nur dann eine gute Zukunft haben, wenn Natur und Landschaft intakt bleiben. Alpenschutz ist deshalb zutiefst fortschrittlich und zukunftsorientiert“,

sagt Jon Pult. Der 29-jährige aus Chur GR war zuvor Mitglied des Alpenrats der Alpen-Initiative. Nun haben ihn die Mitglieder der Alpen-Initiative in Schaffhausen zum Nachfolger von Fabio Pedrina bestimmt. Pedrina, der Tessiner aus Airolo und ehemaliger Nationalrat, hatte während 14 Jahren den Verein Alpen-Initiative geführt. Der Verein ist 1989 von initiativen Köpfen aus den vier Bergkantonen Graubünden, Tessin, Uri und Wallis gegründet worden.

Die Mitgliederversammlung hat zudem eine Resolution zuhanden von Bundesrat und Parlament verabschiedet. Darin fordert die Alpen-Initiative den Verzicht auf eine zweite Strassenröhre am Gotthard. Den Vorschlag, eine Tunnelgebühr zu erheben, lehnt die Alpen-Initiative entschieden ab.

„Eine Tunnelgebühr, die isoliert am Gotthard erhoben wird, lehnen wir ab, das wäre unfair insbesondere gegenüber der Tessiner und Urner Bevölkerung“, sagt der abtretende Präsident Fabio Pedrina: „Sie würde zudem zu inakzeptablem Umwegverkehr über den Gotthardpass, die San Bernardino-Route und den Simplon führen.“

Der Vorstoss für eine Tunnelgebühr versuche nur zu verdecken, dass in der Strassenkasse das Geld für die viel zu teure zweite Röhre fehlt. Eine Sanierung mit temporärem Bahnverlad für Autos und Lastwagen wäre insgesamt 3 Milliarden Franken günstiger als die vorgeschlagene zweite Röhre.

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