Der Wiedehopf ist von der Schweizer Bevölkerung zum „Atlasvogel“ und damit zum Maskottchen für den Brutvogelatlas 2013–2016 gewählt worden. | © Marcel Burkhardt, Schweizerische Vogelwarte Sempach
Der Wiedehopf ist von der Schweizer Bevölkerung zum „Atlasvogel“ und damit zum Maskottchen für den Brutvogelatlas 2013–2016 gewählt worden. | © Marcel Burkhardt, Schweizerische Vogelwarte Sempach

Neuer Brutvogelatlas steht kurz vor dem Abschluss

  • Amanda Buol
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Seit 2013 durchstöbern freiwillige Mitarbeiter der Vogelwarte Sempach jeweils im Frühling und Sommer die Schweiz und Liechtenstein auf der Suche nach Brutvögeln. Ende August wird die Feldarbeit für den neuen Brutvogelatlas abgeschlossen. In vier Jahren haben mehr als 3000 Vogelkundler 215 Brutvogelarten entdeckt und dabei zu Fuss über 400’000 km zurückgelegt. Diese beeindruckende Leistung ermöglicht eine aktualisierte Gesamtschau zur Lage der Vogelwelt und indirekt auch zum Zustand ihrer Lebensräume.

Das grösste vogelkundliche Feldprojekt, das je in der Schweiz begonnen worden ist, nähert sich seinem Abschluss, denn in wenigen Wochen endet die vierte und letzte Feldsaison für den neuen Brutvogelatlas der Schweiz und des Fürstentums Liechtenstein. Um die Frage zu beantworten, welche Vogelarten wo und in welcher Anzahl brüten, haben die Freiwilligen der Schweizerischen Vogelwarte Sempach zwischen 2013 und 2016 das ganze Land durchsucht, total 215 Brutvogelarten gefunden und auf den Begehungen zu Fuss eine Gesamtstrecke von mehr als 400’000 km bewältigt.

Diese wertvollen Daten dienen der Vogelwarte dazu, den derzeitigen Zustand und die neuesten Entwicklungen in der einheimischen Vogelwelt aufzuzeigen. Sie liefern auch die Basis für die zukünftigen Prioritäten beim Vogelschutz. So konnten bereits gewisse Trends entdeckt werden, wie die Mönchsgrasmücke, die eine Ausbreitungstendenz in höhere Lagen zeige oder das geringere Vorkommen einiger häufigen Arten in Tal- und mittleren Lagen, schreibt die Schweizerische Vogelwarte.

Die festgestellten Trends bei den Beständen und bei der Verteilung der Brutvögel erlauben auch Hinweise auf landschaftliche Veränderungen. Vögel sind also wichtige Indikatoren für den Zustand der gesamten Biodiversität. Der neue Brutvogelatlas ist deshalb auch eine unverzichtbare Grundlage für den Naturschutz in der Schweiz.

Weitere Informationen über den Brutvogelatlas erhalten Sie hier »

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