Neue Umweltetikette

  • Barbara Darani
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autobahn3Die heutige Energieetikette für Personenwagen soll ab 2010 durch eine Umweltetikette abgelöst werden. Neu soll neben der Energieeffizienz auch die Umweltbelastung eines Neuwagens miteinbezogen werden. Die Anhörung zur geplanten Etikette und der entsprechenden Verordnung wurde am 2. Juli 2009 gestartet.

Die Umweltetikette löst die heutige Energieetikette ab und zeigt zusätzlich zu Energieverbrauch, Energieeffizienz und CO2-Ausstoss auf, wie stark der Betrieb des jeweiligen Fahrzeuges die Umwelt belastet. Dieser Schritt geht auf die bundesrätliche Strategie „Nachhaltige Entwicklung 2002“ und den Aktionsplan gegen Feinstaub des UVEK zurück. Ziel ist, den Personenwagenpark in der Schweiz zu modernisieren und künftig sowohl den Energieverbrauch als auch die Umweltbelastung zu senken. Neu heissen die heute bewährten Energieeffizienzkategorien „Kategorien A bis G der Umweltetikette“. Neuwagen werden unter Berücksichtigung der Energieeffizienz und der Umweltbelastung in diese Kategorien eingeteilt. Fahrzeuge der Kategorie A (grün) sind besonders energieeffizient und belasten die Umwelt wenig. G-Fahrzeuge (rot) gelten als vergleichsweise ineffizient und belasten die Umwelt stark. Zudem wird der Umweltteil auch separat dargestellt. Dieser drückt mit einer Zahl (Umweltbelastungspunkte, UBP) und grafischen Darstellung die Umweltbelastung eines Neuwagens aus. In den UBP kommt die im Betrieb verursachte Umweltbelastung eines Personenwagens zum Ausdruck, die durch den Ausstoss von Luftschadstoffen (z.B. Feinstaub), Treibhausgasen (CO2) und den Lärm entsteht sowie durch die Herstellung des für den Betrieb nötigen Treibstoffes. Je weniger Umweltbelastungspunkte ein Fahrzeug aufweist, desto weniger belastet es während des Betriebs die Umwelt.

Die Umweltetikette soll Käuferinnen und Käufer von Personenwagen möglichst umfassend und verständlich informieren. Zudem bildet die Etikette eine Bemessungsgrundlage für finanzielle Anreize beim Fahrzeugkauf und soll es ermöglichen, die Automobilsteuer auf Bundesebene oder die kantonalen Motorfahrzeugsteuern nach ökologischen Kriterien auszugestalten.

BAFU

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