© Roman Schurte, [CC-BY-SA-2.0], via Flickr
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Neue Strategie im Artenschutz        

  • Amanda Buol
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Nicht einzelne bedrohte Arten, sondern deren Ökosystem sollte geschützt und gefördert werden, fordern Forschende der Eidgenössischen Anstalt für Wasserversorgung, Abwasserreinigung und Gewässerschutz (Eawag), sowie der Uni Zürich in einem Fachartikel. Dadurch könne die Biodiversität besser erhalten werden.

Trotz umfangreicher Schutzbemühungen geht der weltweite Verlust an Biodiversität weiter. Das liege unter anderem daran, dass die Naturschutzmassnahmen zu wenig zielführend und effizient seien, schreiben Biologen der Eawag und der Universität Zürich im Journal of Applied Ecology. In heutigen Schutzkonzepten steht meist eine gefährdete Art im Fokus. Die Erhaltung der wichtigen ökologischen Netzwerke innerhalb des Lebensraum ist meist nicht relevant.

Die Forschenden machen sich für einen neuen Ansatz stark, der die Einhaltung der wichtigen ökologischen Netzwerke in einem Lebensraum zum Ziel habe, so die Eawag. Der Fokus soll nicht mehr auf einer gefährdeten Art liegen, sondern auf dem gesamten Interaktionsnetzwerk. Das bedeutet, dass jene Wechselwirkungen zwischen den Arten eines Ökosystems geschützt werden sollen, die dessen Funktionsfähigkeiten sicherstellen.

Einen Fahrplan zur Verwendung des neuen Ansatzes zur Erhaltung des ökologischen Netzwerkes präsentieren die Forschenden in ihrer Studie.

Originalpublikation im Journal of Applied Ecology »

1 Kommentar

  • Karel Novinar

    Genau umgekehrt sollte es sein! Man sollte diejenigen Arten schützen, von deren Schutz zahlreiche andere Arten und mit ihnen ihr Lebensraum geschützt werden können. Umbrella-Species sollten geschützt werden.

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