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Neue Rote Liste der Vögel

  • Caroline Nienhuis
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Gemäss einer Aktualisierung der 2010 Roten Liste der Vögel durch BirdLife International gilt der einst auf Madagaskar lebende Delacour-Zwergtaucher als ausgestorben. Von der Fischerei eingeführte Raubfische und der Fischfang mit Treibnetzen haben zum Aussterben des Wasservogels beigetragen. Dieses jüngste Beispiel der im Auftrag der IUCN (International Union for Conservation of Nature) erstellten Liste verdeutlicht, dass bereits mehr als 12 Prozent der weltweit rund 10’000 Vogelarten vom Aussterben bedroht sind oder als gefährdet gelten.

Die internationale Liste gefährdeter Vogelarten weist aber auch darauf hin, dass durch gezielte Naturschutzmassnahmen vom Aussterben bedrohte Vogelarten gefördert werden können. So haben sich die Bestände des Azorengimpels durch gezielte Renaturierungsprogramme seiner Lebensräume erholt.

Auch die Schweiz beherbergt nach Angaben des Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz 120 für den Naturschutz wichtige Vogelarten, wovon 50 Arten spezifische Artenförderungmassnahmen benötigen (Prioritätsarten). Deshalb haben der SVS, die Schweizerische Vogelwarte Sempach und das Bundesamt für Umwelt BAFU das Programm „Artenförderung Vögel Schweiz“ gegründet. Ihr Ziel ist es, die bestandsgefährdenden Faktoren für Prioritätsarten zu erkennen und deren Lebensgrundlagen zu verbessern. Seit Beginn des Programms wurden zahlreiche Artenförderungsprojekte lanciert sowie nationale Aktionspläne für sieben Arten erarbeitet.

BirdLife International (Englisch)

IUCN (Englisch)

Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz

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