Neue Pärke nehmen erste Hürde

  • Redaktion Naturschutz
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Das BAFU teilt mit, dass nach der formalen Vorprüfung auf Vollständigkeit der im Januar 2009 eingereichten elf Parkdossiers neun Gesuche für Pärke von nationaler Bedeutung weiter berücksichtigt und in die materielle Hauptprüfung aufgenommen werden können. Das Gesuch des Projektes Parco nazionale del Locarnese ist noch hängig, weil zusätzliche Unterlagen nachgereicht werden müssen. Dem Gesuch der Biosfera Val Müstair, die um die Verleihung des Parklabels für den zehnjährigen Betrieb ersucht hat, konnte noch nicht entsprochen werden. Es fehlten grundlegende Angaben, welche für die Prüfung eines Labelgesuchs durch das BAFU und die Bundesstellen vorliegen müssen. Das BAFU empfiehlt dem Kanton Graubünden, das Gesuch zu ergänzen und im Januar 2010 erneut einzureichen.

Bei den neun erfolgreichen Dossiers handelt es sich um sieben Gesuche um globale Finanzhilfen für die Errichtung von neuen Pärken sowie zwei Gesuche um Verleihung des Parklabels für den Betrieb von Pärken, die im vergangenen Jahr errichtet worden sind. Von den neuen Pärken bewerben sich sieben als Regionale Naturpärke. Von den zwei Gesuchstellern, die im vergangenen Jahr Finanzhilfen für die Errichtung beantragt hatten, will einer den Betrieb als Regionalen Naturpark und einer als Naturerlebnispark aufnehmen.

Die Parkdossiers werden nun auf der Basis der Pärkeverordnung und der BAFU-Richtlinie für die Planung, Errichtung und den Betrieb von Pärken beurteilt. Dazu werden auch alle betroffenen Bundesämter angehört. Zusätzlich werden Vertreter des BAFU in so genannten Evaluationsbesuchen vor Ort prüfen, ob die erforderliche Qualität von Natur und Landschaft gegeben ist, ob das Parkprojekt in der Region verankert ist und ob die geplanten Projekte insgesamt machbar sind. Nach Abschluss der Evaluationen entscheidet das BAFU im Spätsommer 2009, ob die neuen Parkprojekte die Anforderungen an eine Errichtung erfüllen und in welchem Ausmass der Bund Globale Finanzhilfen ausrichten wird.

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Medienmitteilung BAFU

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