Neue Naturpärke können kommen, doch Bund will nichts zahlen

  • Redaktion Naturschutz
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Die Schweiz soll neue Pärke von nationaler Bedeutung erhalten: Nationalpärke, Regionale Naturpärke und Naturerlebnispärke. Der Bundesrat hat am 23.2.2005 die entsprechende Teilrevision des Natur- und Heimatschutzgesetzes verabschiedet. Er war vom eidgenössischen Parlament ausdrücklich dazu aufgefordert worden, nachdem er das Thema Pärke vor Jahresfrist aus finanziellen Überlegungen aus der Legislaturplanung gestrichen hatte. Auf eine finanzielle Beteiligung des Bundes an den Pärken will der Bundesrat nach wie vor verzichten.

Rund 30 Parkprojekte, verteilt auf die ganze Schweiz und mit unterschiedlichem Konkretisierungsgrad, sind inzwischen lanciert worden. Das Gebiet eines Parks muss hohe Natur- und Landschaftswerte aufweisen. Der Bund anerkennt nach dem Prinzip der Freiwilligkeit nur Pärke, die auf regionalen Initiativen beruhen, von der lokalen Bevölkerung getragen werden und in ein kantonales Programm eingebunden sind. Aufgrund der heute bekannten Parkprojekte kann davon ausgegangen werden, dass in den nächsten zehn Jahren etwa zwei neue Nationalpärke, zehn Regionale Naturpärke und drei Naturerlebnispärke entstehen werden.

Die Schaffung von Pärken von nationaler Bedeutung entspricht dem klaren Willen des Parlaments. Am 25. Februar 2004 hatte der Bundesrat auf Grund finanzieller Überlegung die Teilrevision des Natur- und Heimatschutzgesetzes (NHG) aus der Legislaturplanung 2004-2007 gestrichen. Dieser Entscheid löste starke Reaktionen von Kantonen und Regionen sowie von Parlamentariern aus. Zehn parlamentarische Vorstösse und eine Petition von 340 Gemeinden wurden eingereicht. In der Herbstsession 2004 überwies das Parlament die Motion Marty, die den Bundesrat aufforderte, dem Parlament die behandlungsreife Botschaft umgehend vorzulegen.

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Medienmitteilung BUWAL

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