naturpark_thal

Neue Koordinationsstelle Parkforschung

  • Silvan Kaufmann
  • -

naturpark_thalSeit 2007 entstehen in der Schweiz neue Pärke von nationaler Bedeutung. Für ihre langfristige und nachhaltige Entwicklung ist eine begleitende Forschung unerlässlich. Um die Forschungszusammenarbeit unter den Pärken zu fördern und das verfügbare Wissen zugänglich zu machen, hat das BAFU eine vorerst bis Ende 2011 befristete nationale Koordinationsstelle geschaffen und die Akademien der Wissenschaften Schweiz mit der Ausführung beauftragt.

Mit dem Inkrafttreten des revidierten Natur- und Heimatschutzgesetzes im Jahre 2007 wurde die gesetzliche Grundlage für die Ausweisung neuer Naturpärke geschaffen. Heute verfügt die Schweiz über vier Pärke von nationaler Bedeutung sowie 14 weitere Parkprojekte, die vom Bundesamt für Umwelt BAFU evaluiert werden. Forschung ist ein wichtiger Bestandteil dieser Pärke sowie anderer Schutzgebiete, wie z.B. Welterbegebiete. Um vergleichbare Ergebnisse zu gewährleisten und Doppelspurigkeiten zu vermeiden, muss die Forschung koordiniert werden. Auf Initiative der Akademien der Wissenschaften Schweiz hat das BAFU eine Koordinationsstelle für Forschung zu Pärken und Schutzgebieten geschaffen.

Hauptaufgabe dieser mit 40% dotierten und vorerst bis Ende 2011 befristeten Stelle ist es, gemeinsam mit dem Netzwerk Schweizer Pärke eine öffentlich zugängliche Informations- und Austauschplattform zur Parkforschung aufzubauen. Mittels einer dazu erstellten, regelmässig aktualisierten Projektdatenbank soll sichtbar gemacht werden, welche Forschenden und Forschungsinstitutionen zu welchen Themen im Bereich Pärke und Schutzgebiete tätig sind. Resultate aus den Forschungsprojekten, die in der Form von öffentlichen Arbeiten vorliegen, können durch die Einbindung in die Datenbank allen Interessierten zugänglich gemacht werden. Eine weitere Hauptaufgabe der Koordinationsstelle besteht in der Unterstützung des BAFU bei der Ausarbeitung und dem Aufbau eines Monitoringkonzeptes. Damit können gemeinsame methodische Grundlagen für alle Pärke und Schutzgebiete der Schweiz erarbeitet werden. Weiter wird gemeinsam mit den Pärken und Forschenden ein Katalog nationaler Themen für die Forschung zu Pärken und Schutzgebieten erarbeitet. Dieser Themenkatalog soll die Basis für die Ausarbeitung eines nationalen Forschungsprogramms zum Thema Pärke Schweiz bilden.

Die Koordinationsstelle ist bei der Akademie der Naturwissenschaften Schweiz (SCNAT) angegliedert, und kann so auf die dort vorhandenen Kompetenzen und Datenbanken z.B. der Nationalparkforschung, von ProClim, dem Forum Biodiversität, der «Platform Geosciences» oder der Alpenforschung aufbauen. Die Akademien der Wissenschaften Schweiz beteiligen sich zudem an der Finanzierung der 40%-Stelle. Als neue Koordinatorin wurde Dr. Astrid Wallner gewählt.

www.scnat.ch

Beitrag kommentieren