China tritt Kampf gegen Elfenbein bei. © Ivy Allen / USFWS [CC-BY-SA-3.0], via flickr
China tritt Kampf gegen Elfenbein bei. © Ivy Allen / USFWS [CC-BY-SA-3.0], via flickr

Neue Instrumente im Kampf gegen Wilderei

  • Judith Schärer
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Wilderei ist immer noch ein grosses Problem. Nun hat ein amerikanischer Journalist mithilfe eines Tierpräparators eine neue Taktik erprobt, welche essentielle Informationen zu ganzen Schmuggelrouten lieferte.

Über 30’000 Afrikanische Elefanten werden jedes Jahr von Wilderern getötet. Dabei geht es in den meisten Fällen um die wertvollen Stosszähne der Tiere. Gerade bei der chinesischen Mittelklasse sind Produkte aus Elfenbein sehr beliebt, weshalb der Handel damit ein verbreitetes Geschäft ist. Der Journalist Bryan Christy wollte wissen, wie die Schmuggler vorgehen und welche Routen sie wählen. Um dies herauszufinden, holte er sich Hilfe bei einem Tierpräparator. Dieser fertigte zwei falsche Elefantenstosszähne an, in welchen er jeweils einen GPS-Sender versteckte.

1000 Kilometer in zwei Monaten

Die falschen Stosszähne wurden im Garamba National Park im Kongo deponiert. Von dort wurden sie durch die Schmuggler immer weiter nördlich bis in den Sudan transportiert, insgesamt eine Distanz von fast 1000 Kilometer. In der sudanesischen Region Darfur wird Elfenbein häufig für Waffen oder Medizin gehandelt. Der Hauptmarkt sei aber China, sagt Christy. Den Reiseweg des Elfenbeins konnte Christy während 2 Monaten dank der Sender genau nachverfolgen und gewann wichtige Informationen über die Routen der Schmuggler. «Es wurde klar vermieden, öffentliche Strassen oder bekannte Pfade zu nehmen», sagt Christy.

Dies sind wichtige Erkenntnisse, wenn man etwas gegen die Schmuggler unternehmen will. Im August erschien eine ausführliche Reportage von Christy über das Thema im Magazin «National Geographic». Darin werden weitere Aspekte rund um das Problem des Schmuggelhandels beleuchtet. Hoffentlich können die gewonnen Informationen dazu beitragen, die Wilderei in Zukunft einzudämmen!

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