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Neue Hoffnung für den Tiger

  • Monika Jung
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260-Tiger-Mother_Cubs-2-Kanha-NP-_c_-Joseph-Vattakavan_07Staats- und Regierungschefs haben in St. Petersburg den globalen Rettungsplan für den Tiger verabschiedet. Innert zwölf Jahren soll die Zahl der freilebenden Tiger von 3200 auf 6400 Tiere verdoppelt werden.

„Die erfolgreiche Konferenz in Russland markiert einen Wendepunkt im Kampf um das Überleben des Tigers“, sagt Doris Calegari, Artenschutzspezialistin beim WWF Schweiz. Delegationen aller 13 Tigerstaaten haben an der Konferenz von Vladimir Putin zugesichert, den globalen Rettungsplan umzusetzen. Damit stehen die Staaten in der Pflicht, die Tiger-Lebensräume besser zu schützen, die Wilderei konsequenter zu verfolgen und den Handel mit Tigerprodukten zu unterbinden.

Zur Umsetzung des globalen Tiger-Rettungsplans sind 350 Millionen US-Dollar nötig, gut ein Drittel des Geldes wurden zugesichert. „Die versprochenen 127 Millionen Dollar reichen aber bei weitem nicht aus, um den Tiger zu retten. Nötig sind auch Gelder aus nicht direkt betroffenen Staaten wie zum Beispiel der Schweiz. Nur dann hat der Tiger überhaupt noch eine Überlebenschance“, sagt Calegari.

Weitere Informationen

WWF Schweiz

Bild: Joseph Vattakavan / WWF

1 Kommentar

  • Antonietta

    Neben dem Verlust des natürlichen Lebensraumes ist der Amurtiger vor allem durch die Verringerung der Großwildbestände, die seine natürliche Nahrungsgrundlage bilden, bedroht. Da Fleisch für viele Menschen im fernen Osten Russlands kaum erschwinglich ist, wird im Lebensraum des Tigers viel gewildert. Daneben stellt vor allem die Wilderei auf die Katze selbst eine große Bedrohung dar. Da auf dem chinesischen Markt horrende Preise für Tigerknochen bezahlt werden, nehmen viele das Risiko einer Bestrafung auf sich.

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