Neue Akzente in der Waldpolitik

  • Dominique Haiden
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Der Bundesrat will die unterschiedlichen und oft auseinandergehenden Ansprüche der Gesellschaft an den Schweizer Wald miteinander in Einklang bringen. Zu diesem Zweck hat er an seiner Sitzung vom 31. August 2011 die Waldpolitik des Bundes strategisch angepasst und die so genannte Waldpolitik 2020 gutgeheissen.

Die Waldpolitik 2020 soll sicherstellen, dass die Waldbewirtschaftung nachhaltig erfolgt. Daher werden günstige Rahmenbedingungen für eine effiziente und innovative Wald- und Holzwirtschaft geschaffen. Ausserdem soll sowohl den gesellschaftlichen Ansprüchen an den Wald als auch dem langsam wachsenden Ökosystem Wald Rechnung getragen werden. Die Waldpolitik 2020 nimmt darüber hinaus die Anliegen der zahlreichen parlamentarischen Vorstösse der laufenden Legislatur zum Thema Wald auf. Sie löst das bisherige Waldprogramm (WAP-CH) aus dem Jahr 2004 ab.

Neu sind in der Waldpolitik 2020 insbesondere die Zielsetzungen im Bereich Klimawandel. Der Wald und die Waldbewirtschaftung sollen zur Minderung der Klimaveränderung beitragen, indem der nachwachsende Rohstoff Holz vermehrt genutzt und optimal verwendet wird. Damit kann die CO2-Bilanz der Schweiz verbessert und ein grösserer Beitrag zur Versorgung mit erneuerbarer Energie geleistet werden. Daneben soll der Wald als anpassungsfähiges Ökosystem erhalten bleiben, damit er die vielfältigen Leistungen als Schutz gegen Naturgefahren, Holzlieferant,  Erholungsraum, Lebensraum für Tiere und Pflanzen, Trinkwasserlieferant und als CO2-Senke auch unter den sich ändernden klimatischen Bedingungen erbringen kann. Wegen des Klimawandels ändert sich die Zusammensetzung des Waldes. Da in Zukunft häufiger mit trockenen Perioden, Naturereignissen und Schädlingen zu rechnen ist, wird die Belastung des Waldes zunehmen.

Weitere Informationen

Bundesamt für Umwelt BAFU

Bild: Hedwig Storch (Wikimedia Commons)

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