© Judith L.Eger
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Neu entdeckte Arten: Harry-Potter-Wespen und Vampirfledermäuse

  • Kathrin Ruprecht
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Eine Vampir-Fledermaus mit riesigen Fangzähnen, ein Frosch der seine Farbe wechselt und eine Wespe, die ihre Opfer mit einem Nervengift lähmt und bei lebendigem Leib aussaugt – es sind Wesen wie aus Fantasy-Filmen, die der WWF-Bericht „Magical Mekong“ jetzt vorstellt. Nicht weniger als 139 Arten wurden neu entdeckt.

Die Region „Greater Mekong“ erstreckt sich über Kambodscha, Laos, Myanmar, Thailand, Vietnam und Chinas südwestliche Provinz Yunnan, und der neue WWF-Bericht listet 139 Arten auf, die Forscher 2014 in der südostasiatischen Greater Mekong-Region neu entdeckt haben, schreibt der WWF Schweiz.

„Die Mekong-Region ist ein Hotspot der biologischen Vielfalt und immer wieder für überraschende Entdeckungen gut“ sagt die WWF-Artenschutzexpertin Doris Calegari. Doch sie zeigt sich auch besorgt: „Zahlreiche Arten drohen zu verschwinden, bevor sie überhaupt entdeckt werden. Der Bau von Strassen, grosse Wasserkraftanlagen und schnell wachsende Städte gefährden die Artenvielfalt am Mekong.“

Bereits heute finden sich 70 Prozent der nur hier vorkommenden Säugetierarten auf der Roten Liste, darunter der Indochinesische Tiger oder der Asiatische Elefant. Das letzte Java-Nashorn auf dem asiatischen Festland wurde 2011 in Vietnam gewildert. Der WWF setzt sich zusammen mit der lokalen Bevölkerung, der Wirtschaft und den Regierungen für eine nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen ein und schützt so wertvolle Lebensräume.

Im Report „Magical Mekong“ (Englisch) werden einige der faszinierenden Arten mit Bild und Text vorgestellt.

© WWF
© WWF | Gracixalus lumarius

Die Frösche präsentieren sich in einer besonderen Kombination aus Rosa und Gelb – zumindest in der Nacht. Tagsüber verblasst ihr gelber Rücken zu einem stumpfen Braunton. Wie der Frosch die Farbe ändert (und warum) ist bisher nicht bekannt.

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