Windenergy

Naturschutz und Windenergie

  • Caroline Nienhuis
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WindenergyRund 200 Entscheidungsträger und Engagierte aus den Bereichen Natur- und Landschaftsschutz sowie Windenergie diskutierten heute im Berner Rathaus, wie Windstrom naturverträglich gewonnen werden kann. Trotz der gemeinsamen Zielsetzung mehr Strom aus erneuerbaren Energien zu gewinnen, sind die Interessen unterschiedlich. Die Frage „saubere Stromproduktion oder unverbaute Natur?“ ist aktuell.

Der Widerspruch zwischen zwei Anliegen, die sich der Nachhaltigkeit verpflichtet fühlen, führte letzthin zu Auseinandersetzungen. Bei der Tagung «Windstrom, natürlich.» der Naturschutzorganisation Pro Natura und der Windenergievereinigung Suisse Eole ging es um das gemeinsame Ziel einer nachhaltigen Energieversorgung unter Berücksichtigung des Naturschutzes. Während die Windbranche darlegte, dass sich die Schweiz einen Verzicht auf das Potenzial von 1500 Gigawattstunden Windstrom bis im Jahr 2030 kaum leisten kann, sehen die Schutzorganisationen bei einem unkontrollierten Ausbau die Gefährdung von Artenvielfalt und intakter Landschaft. Der Stoff für einen von gegenseitiger Transparenz geprägten Dialog ist gegeben. Bei Anerkennung der Energie- und Klimaziele von Politik und Umweltorganisationen sowie der Anwendung neuester technischer Standards, stehen raumplanerische Vorgaben und eine erhöhte Planungssicherheit im Mittelpunkt, insbesondere auch die Standortverträglichkeit von Windenergieanlagen. Der Dialog zwischen Naturschutz und Windbranche wird weiter geführt. Ziel sind verbindliche Kriterien zur Planung von Windenergieanlagen in der Schweiz.

Pro Natura

Suisse Eole

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