naturemade energie arena

  • Monika Jung
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Solar_PanelsBeim Ziel sind sich alle einig: Es braucht mehr Energieerzeugung aus erneuerbaren Quellen. Bei Fragen der Qualität, der Anlagenstandorte und der produzierten Mengen setzen jedoch die Diskussionen ein. Die staatliche Förderung von erneuerbaren Energien in der Stromerzeugung hat dem Zielkonflikt zwischen dem Schutz des Klimas und der lokalen Ökosysteme neue Brisanz und Aktualität verliehen. Die naturmade energie arena vom 10. November 2010 im Kultur- und Kongresszentrum TRAFO in Baden legte anhand des Beispiels Kleinwasserkraft den Finger auf die wunden Punkte, zeigte aber auch Lösungswege auf.

Am 1. Januar 2011 tritt das verschärfte Gewässerschutzgesetz in Kraft, während gleichzeitig die Kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) und die Wasserzinsen erhöht werden. Bundesämter, Umweltorganisationen, Energiebranche und Politik sind nun gefordert, Nutz- und Schutzinteressen gegeneinander abzuwägen und Lösungswege zu zeichnen. Stephan Müller vom Bundesamt für Umwelt, Giordano Favaro vom Stromerzeuger sol-E Suisse AG und Cornelia Brandes, Geschäftsleiterin des Vereins für umweltgerechte Energie (VUE) machten klar, wie wichtig Qualitätskriterien für Kraftwerkprojekte sind, um ein verträgliches Miteinander von sauberer Energieproduktion und dem Erhalt der Naturräume zu garantieren. Standorteignung wie auch ökologische Begleit- und Kompensationsmassnahmen sind diesbezüglich wichtige Eckpunkte. Im Unterschied zur staatlich geregelten KEV gibt hier das Qualitätslabel naturmade star klare Kriterien vor.

An der Podiumsdiskussion zeigte sich, dass es ein intensiveres Zusammenspiel von staatlicher Förderung und privatwirtschaftlichem Engagement braucht, um den erneuerbaren Energien auf breiter Front zum Durchbruch zu verhelfen. Das Podium lieferte die Erkenntnis, dass trotz positiver Marktentwicklung das Potenzial der freiwilligen Verpflichtungen zum Bezug hochwertigen Ökostroms noch längst nicht ausgeschöpft ist und noch stärker propagiert werden soll.

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