© By Roland zh (Own work) [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons
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Naturdenkmäler in Gefahr

  • Nicole Wabersky
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Schaffhausen steht – erneut – vor der Frage, ob einzigartige, immer seltenere und nicht ersetzbare Naturdenkmäler dem nicht endenden Stromhunger geopfert werden sollen.

Am 18. Mai lässt die Schaffhauser Regierung die Stimmbürgerinnen und -bürger unter dem Titel „Änderung des Wasserwirtschaftsgesetzes“ darüber abstimmen, ob ein neues Kraftwerk am Rheinfall und ein Höherstau des Rheins beim Kraftwerk Schaffhausen möglich gemacht werden sollen.

Das bestehende Werk bei Neuhausen laut Aqua Viva – Rheinaubund ausgebaut und ein neues unterhalb des Schlosses Laufen errichtet werden. Zwar ist noch nicht bekannt, wieviel Wasser dem Rhein entzogen werden soll, aber es wurden zwischen 100 bis 150 Kubikmeter/Sekunde berechnet. Damit würde über die Hälfte der Wasserführung vom Rhein entnommen.

Aqua Viva – Rheinaubund appelliert an die Regierungen, die Behörden und die Bevölkerung der Kantone Zürich und Thurgau sowie an das Bundesland Baden-Württemberg, sich mit aller Vehemenz gegen die Pläne der Schaffhauser Regierung zur Wehr zu setzen und die bestehenden kantonalen, eidgenössischen und internationalen Schutzvorschriften durchzusetzen.

Der Hunger nach Elektrizität wird weiter steigen, doch streng geschützte Naturdenkmäler wie der Rheinfall und die Flusslandschaft von Stein am Rhein bis Schaffhausen lassen sich nicht vermehren.

Weitere Informationen
Appell von Aqua Viva – Rheinbund
Zum „Komitee NEIN zum Wasserwirtschaftsgesetz“

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