Uferschutz Gewässerabstand

Nationalrat und Gewässersch(m)utz

  • Nora Kieselbach
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Der Nationalrat hat eine Motion von Bauernverbands-Direktor Jacques Bourgeois angenommen, welche die Interessen der Landwirtschaft beim Gewässerschutz stärker berücksichtigen will. So soll es möglich sein, den fest gelegten Abstand zwischen landwirtschaftlich genutztem Boden und Gewässern zu reduzieren – naturschutz.ch hat darüber berichtet.

Wie der Landwirtschaftliche Informationsdienst LID gestern mitteilte, stimmte der Nationalrat der Motion zur Revitalisierung der Gewässer knapp mit 94 zu 89 Stimmen bei drei Enthaltungen zu. Der Nationalrat folgte damit der Kommissionsmehrheit entgegen der Empfehlung des Bundesrates. Das Geschäft muss nun noch im Ständerat behandelt werden.

Der Schweizerische Bauernverband (SBV) begrüsste in einer Medienmitteilung den Entscheid des Nationalrates und zeigt sich davon überzeugt, dass dadurch Lösungen gefunden werden können, die sowohl den Gewässerschutz als auch die Interessen der Landwirtschaft berücksichtigen.

WWF Schweiz zeigte sich hingegen empört und enttäuscht über den NR-Entscheid, denn damit werde das neue Gesetzt „zum lahmen Papiertiger“ degradiert und die Gewässer weiterhin mit viel zu viel Dünger und Pestiziden belastet.

Motion „Vollzug der Revitalisierung der Gewässer“

Stellungnahme Schweizerischer Bauernverband (SBV)
Stellungnahme WWF Schweiz

Bild: © vorarlberg.at

4 Kommentare

  • Ernst Sonderegger

    Da habe ich doch die Frau Kälin aus Egg zu Frau Egli gemacht, Entschuldigung. Und gleich nochmals ein Fehler: „viel höher(e) Tierzahlen“ – oder grössere Bestände ….

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  • Ernst Sonderegger

    Grüezi Frau Egli, zu Ihren massiven und groben Vorwürfen an die Adresse von wwf und „Naturschutz“ möchte ich mich nicht weiter äussern und Ihnen nur zu bedenken geben, dass wohl während Jahrhunderten (im Vergleich zu heute)ein Bruchteil Jauche ausgebracht wurde (viel höher Tierzahlen/ha, Schwemmentmistung, …).

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  • Elsbeth Kälin Egg

    Komisch, da haben Generationen von Bauern über Jahrhunderte Ihre Gülle ausgebracht und das Wasser war immer trinkbar und gesund. Nun soll es laut WWF nicht mehr gut sein. Ich denke das die vielen Mülldeponien viel mehr schaden aber davon lebt eben eine Industrie. Langsam entwickelt sich der WWF auch zu einer Industrie, zur Industrie der Zerstörung althergebrachter Werte. Der Naturschutz und der WWF nehmen in der Schweiz immer mehr groteske Formen an. Das geht bis zu einer schleichenden Enteignung des Landes der Landwirte und deren Land. Sollten einmal die Importe verboten werden, wovon leben wir dann?. Hat das WWF und der Naturschutz das auch schon durchgerechnet? Oder wollen die sich mit immer neuen Verboten einfach nur profilieren? Es scheint so.

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  • Christine Dobler Gross

    Das ist doch nicht zu fassen……..da geben wir Millionen von Franken aus für Revitalisierungen der Gewässer, für deren Wasserqualität die Bauern nichts beitragen wollen ausser ihrer Gülle, das sind wir ja gewohnt, aber dass der Nationalrat nun diese Haltung einnimmt -man kann nur hoffen, dass der Ständerat ein anderes Zeichen setzt….

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