Nationalrat lockert Wolfsschutz

  • Caroline Nienhuis
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Canis_lupusDer Nationalrat hat heute entschieden, den Schutz des Wolfes in der Schweiz zu lockern. Der WWF Schweiz, Pro Natura und Gruppe Wolf Schweiz GWS kritisieren die heutige Entscheide und insbesondere das Ausscheren aus der Berner Konvention.

Der Nationalrat hat sich heute mit 14 Vorstössen befasst. Gemäss WWF Schweiz wurden dabei fragwürdige Entscheide gefällt: Die Schweiz will aus der Berner Konvention ausscheren und stellt damit ein bewährtes Abkommen, das den Schutz von Tier- und Pflanzenarten garantiert, in Frage. Die Schweiz will die Jagdverordnung ändern, damit Wölfe und Luchse abgeschossen werden können, wenn sie Jäger konkurrenzieren. Zudem möchte die Schweiz weiterhin beim Herdenschutz sparen.

Durch diese Entscheide seien nicht nur die geschützten Wölfe und Luchse gefärdert, sondern den Erhalt der Biodiversität in der Schweiz als Ganzes, betont Mirjam Ballmer, Projektleiterin Naturschutzpolitik bei Pro Natura. Die Schweiz habe damit die Möglichkeit verpasst, von den guten Erfahrungen in den Nachbarländern zu profitieren, meint WWF-Experte Kurt Eichenberger. Auch die GWS ist der Meinung, dass sich die Schweiz damit international isoliert und dies nicht dem Wunsch der Bevölkerungsmehrheit entspricht. Die GWS hofft nun, dass der Ständerat die Entscheide wo möglich noch aufhebt.

WWF Schweiz

Pro Natura

Gruppe Wolf Schweiz GWS

KORA

1 Kommentar

  • Stephan Krähenbühl und Barbara Thür

    Liebe Kolleginnen und Kollegen
    Die Meldung, dass der Nationalrat aus der Berner Konvention ausschert und den Schutz von Wölfen und Luchsen lockern will, ist alarmierend.
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass dies von einer Mehrheit der Schweizerbevölkerung getragen wird. Falls das Jagdgesetz tatsächlich in diesem Sinn geändert werden wird, bin ich der Meinung, dass das Referendum ergriffen werden sollte. Wir sind gerne bereit, uns entsprechend zu engagieren. Falls es dazu kommt, bitte ich Sie, uns zu kontaktieren.
    Mit freundlichem Gruss
    Stephan Krähenbühl und Barbara Thür

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