Nationalrat Epiney will minimale Restwassermengen abschaffen

  • Redaktion Naturschutz
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Künstlich verbaute Lebensräume und verschmutzte Gewässer haben dazu geführt, dass seit 1980 in der Schweiz 66 % weniger Forellen gefangen wurden. Statt nun aber Gegenmassnahmen zu ergreifen, fordert Simon Epiney, Walliser CVP-Ständerat, VR-Vizepräsident von Sierre-Energie SA und Mitglied von Aqua Nostra, eine Revision des Gewässerschutzgesetzes. Er möchte mit einer Parlamentarischen Initiative erreichen, dass der Bund künftig beim Restwasser nur noch Maximalmengen bestimmen könnte, nicht mehr aber die Minimalmengen. Deren Festlegung ginge neu an die Kantone. Klar, dass Epiney diese Änderung forciert, um die Schweizer Wasserwerke zu begünstigen. Pro Natura läuft bereits Sturm und droht mit einem Referendum. Pro Natura will, dass die Bäche und Flüsse rauschen und nicht rieseln. Das geltende Gewässerschutzgesetz werde schon bislang von den Kantonen äusserst large kontrolliert. Der Druck für den Schutz der Fische müsse vom Bund kommen, doch genau dies würde die Gesetzesrevision verhindern, warnt Pro Natura.

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Medienmitteilung Pro Natura
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