Spitzmaulnashorn Diceros bicornis Nashorn

Nashörner – wanted dead or alive

  • Nora Kieselbach
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Wie der Blick gestern berichtete, machen derzeit Diebesbanden aus Osteuropa weltweit Zoos und Museen unsicher: Sie töten Nashörner, um ihre Hörner auf dem Schwarzmarkt in China teuer zu verkaufen. Diese Gefahr spürt auch der Zoo Zürich, denn der illegale Handel blüht (naturschutz.ch berichtete).

Die Zoo-Leitung in Zürich hat daher bereits erste Schutzmassnahmen für ihre drei Nashörner ergriffen – welche genau, möchte man jedoch aus Sicherheitsgründen nicht bekannt geben.

Das zu feinem Pulver zermahlende Nashorn gilt in Asien als Potenz- und Heilmittel und ist entsprechend begehrt. Im Jemen wird das Horn auch als Handgriff für Dolche verwendet. Momentan wird auf dem Schwarzmarkt um die 60’000 US-Dollar für ein Kilo Horn bezahlt – ein Nashorn wiegt in etwa vier bis fünf Kilo. Ein lukratives Geschäft also, und zwar nicht mehr nur für Wilderer in Afrika, sondern zunehmend auch für Horn-Diebe in Europa:

Und diese haben nicht mehr nur lebende Nashörner in Zoos und Tierreservaten im Visier, sondern auch ausgestellte Präparate in Privatbesitz oder in Museen. So wurden erst vergangene Woche in Österreich vier Männer aus Polen verurteilt, weil sie Nashorn-Teile aus einer Burg gestohlen hatten.

Das Naturhistorische Museum des zoologischen Instituts in Zürich und das Naturmuseum in Winterthur sind vor derartigen Übergriffen sicher: Sie haben keine Nashorn-Hörner ausgestellt.

Weitere Informationen

Zoo Zürich

Bild: Zacke82 [CC-BY-SA-3.0] via Wikimedia Commons

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