Wasserkraftwerk

Nachhaltige Wasserbewirtschaftung

  • Dominique Haiden
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Die Schweiz ist bereit, sich zusammen mit der Europäischen Union für eine nachhaltige Wasserbewirtschaftung zu engagieren. Anlässlich des Treffens der EU-Umweltministerinnen und -minister begrüsste Bundesrätin Doris Leuthard die europäischen Bestrebungen, die Umsetzung von Massnahmen auf diesem Gebiet zu harmonisieren. Die Schweizer Wasserpolitik hat eine Steigerung der Stromerzeugung aus Wasserkraft bei gleichzeitiger Verringerung ihrer negativen Auswirkungen auf die Umwelt zum Ziel.

Das Treffen der Umweltministerinnen und -minister der Europäischen Union in Budapest geht morgen zu Ende. Es bildet den Auftakt zu einer Neuausrichtung der europäischen Wasserpolitik, welche in ein globales Konzept für eine effiziente Ressourcenbewirtschaftung eingebettet ist. Vor dem Hintergrund der Ereignisse im japanischen Kernkraftwerk Fukushima wurden aber auch ein möglicher Ausstieg aus der Atomenergie und der damit verbundene steigende Druck auf die Wasserkraftnutzung erörtert.

In der Schweiz soll bis 2030 die Nutzung der Wasserkraft als erneuerbare Energiequelle um 5 Prozent gesteigert werden. Ein Instrument zur Erreichung dieses Ziels ist die kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) für Strom aus erneuerbaren Energien. Ausserdem soll durch den Kapazitätsausbau der Pumpspeicherkraftwerke, welche jederzeit Strom ins Netz einspeisen können, das Energiespeichervolumen erhöht werden.

Gleichzeitig sorgt die Schweiz dafür, dass die ökologischen Funktionen der Flüsse wiederhergestellt werden. Per 1. Januar 2011 wurde die Gesetzgebung um Bestimmungen zur Renaturierung von Fliessgewässern ergänzt. Bis in 20 Jahren müssen Beeinträchtigungen durch die Wasserkraftnutzung  behoben werden. Die meisten der dafür erforderlichen Massnahmen tangieren die Stromproduktion nicht. Diese Massnahmen sollen gewährleisten, dass spätestens bis im Jahr 2030 eine effektiv erneuerbare und umweltverträgliche Energieerzeugung sichergestellt ist.

Weitere Informationen

Eidgenössisches Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunukation (UVEK)

Bild: Kwerdenker (Wikimedia Commons)

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