@ hpgruesen [CC-BY-SA-2.0], via pixabay.com
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Nachhaltige Mobilität bei Touristen gefragt

  • Julia Hatzl
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Auf Einladung der Schweiz und Österreichs tauschten sich Mitte Oktober zahlreiche Expertinnen und Experten aus sieben Alpenländern am Tourismus-Mobilitätstag über nachhaltige Mobilität in Tourismusdestinationen aus. Durch die Veränderung der Nachfrage und des Verhaltens der Urlauber ist auch eine Änderung des Angebots nötig.

Gemäss einer Mitteilung des Bundesamts für Raumentwicklung ARE durchläuft der Alpentrourismus eine Vielzahl an Veränderungen, speziell was das Thema der nachhaltigen Mobilität betrifft. Rund 160 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den Bereichen Tourismus, Verkehr sowie Umwelt diskutierten in Werfenweng (Österreich) über die Herausforderungen der Mobilität im Alpenraum und mögliche Lösungsansätze für Tourismusdestinationen. Bei dem Treffen wurden auch verschiedene Schweizer Bespiele angesprochen und diskutiert.

Geändertes Verhalten der Kunden

Reisende machen vermehrt kürzer Urlaub, informieren sich vorwiegend auf digitalen Kanälen, buchen online und haben ein höheres Umweltbewusstsein. Mit der Digitalisierung ändert sich die Nachfrage und neue Sparten werden interessant. Der Gast kann kurzfristig und je nach Wetter sein Tagesprogramm individuell zusammenstellen, verschiedenste Angebote direkt buchen und sich gleichzeitig elektronisch über das zur Verfügung stehende Mobilitätsangebot informieren. Für Anbieter wird es interessant, sich auf diese geänderte Nachfrage einzustellen und sich auf standortspezifische Angebote zu spezialisieren.

Lösungen für eine nachhaltige Mobilität

Urlauberinnen und Urlauber legen bei ihren Buchungen auch immer öfter Wert auf nachhaltige Mobilität und den Anschluss an öffentliche Verkehrsmittel. Die Weiterentwicklung in diese Richtung stellt ein zentrales Element der Entwicklung in Tourismusregionen dar. Gefragt sind zudem durchgehende Serviceketten, von der Planung der Reise über die Fahrt von Tür zu Tür bis zur Mobilität vor Ort. Nutzerfreundliche Technologien, die die Reiseplanung, das Ticketing sowie die Buchung erleichtern und Informationen während der Reise bereitstellen, tragen zu ökologischer und sicherer Mobilität bei und werden vom Kunden vermehrt gefragt.

Das Keynote-Referat des Luzerner Professors Widar von Arx und die verschiedenen Schweizer Beispiele stiessen auf grosse Beachtung. Vorgestellt wurden unter anderem Best Practices aus Braunwald, der Region Scuol-Samnaun-Val Müstair sowie Gesamtlösungen wie RailAway und SchweizMobil. Auch andere Alpenregionen stellten inspirierende, neue Ideen vor, wie etwa das Tirol mit seinen Mobilitätscoachs, die Tourismusverbände sowie Gastgeberinnen und Gastgeber zu Fragen der nachhaltigen Mobilität und deren Vermarktung beraten.

 

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