woodstock

Nachhaltige Holz-Bauweise

  • Gavino Strebel
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nachhaltiges Haus Woodstock aus Buchenholz (Bildquelle: www.woodstock-basel.ch)
nachhaltiges Haus Woodstock aus Buchenholz (Bildquelle: www.woodstock-basel.ch)

Vertreter des Bundesamtes für Umwelt (BAFU) sowie der Bau- und Holzwirtschaft haben heute in Basel ein neuartiges Holzgebäude auf den Namen „Woodstock“ getauft. Die tragende Struktur von Woodstock besteht aus einheimischem, klimafreundlichem Buchenholz. Der Aktionsplan Holz des BAFU hat das zukunftsweisende Projekt massgeblich unterstützt.

„Jede Minute wachsen in der Schweiz über sechs Kubikmeter Laubholz nach, rund die Hälfte davon ist Buche“, sagte Rolf Manser von der Abteilung Wald des BAFU an der Medienkonferenz zur Eröffnung von Woodstock. Der Anteil von Buchenholz am gesamten Holzvorrat beträgt momentan 18 Prozent. Gemäss dem dritten Landesforstinventar steigt der Laubholzanteil im Schweizer Wald. Für die Zukunft ist mit einem weiter steigenden Volumen von Buchenholz zu rechnen. In auffälligem Gegensatz dazu ist in der Schweiz die Kapazität von Laubholz-Sägereien in den letzten Jahren massiv zurückgegangen. Laubholz wird immer stärker direkt zur Energiegewinnung genutzt.

Hier setzt das BAFU mit seinem Aktionsplan Holz an: Der wertvolle Rohstoff soll besser genutzt und mit hoher Wertschöpfung möglichst Gewinn bringend verwertet werden. Holz ist möglichst im Sinne einer Kaskade zu nutzen: Zuerst als Baustoff, in einem zweiten Zyklus als Holzwerkstoff, und erst am Schluss energetisch. Dieses Vorgehen verbessert auch die Klimabilanz der Schweiz, denn der im Holz gebundene Kohlenstoff wird erst Jahrzehnte nach der Holzernte freigesetzt – wenn das Holz schliesslich im Ofen landet.

Mit dem Projekt „Woodstock“ soll aufgezeigt werden, dass sich Buchenholz durchaus auch als ausgezeichneter Baustoff eignet. Die tragende Struktur des dreigeschossigen Gebäudes auf dem Messegelände der Swissbau wurde aus 45 Kubikmetern einheimischem Buchenholz erstellt. Die Gebäudehülle besteht aus vorfabrizierten Elementen mit optimierter Wärmedämmung und integrierter Fotovoltaik. Damit erfüllt das Holzhaus die Anforderungen des Minergie-P-Standards, was bedeutet, dass der Betrieb rund ein Drittel der Energie benötigt, die ein konventioneller Bau verschlingt. Auch im Hinblick auf die graue, im Baustoff gebundene Energie hat Holz gegenüber Massivbauten einen wesentlichen Vorteil

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