Nachhaltige Finanzwirtschaft

  • Stefanie Pfefferli
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Der WWF setzt mit dem ersten Schweizer Zertifikatskurs in Sustainable Finance die Leitplanken für eine nachhaltige Finanzwirtschaft. Die Teilnehmenden von Schweizer und Liechtensteiner Banken und Versicherungen, die heute in Bern ihr Zertifikat erhalten haben, zeigen in ihren Projektarbeiten auf, wie ihre Finanzinstitute Nachhaltigkeit gewinnbringend umsetzen können.

 Das Siegerprojekt stammt von einem Raiffeisen-Team, das in den 345 eigenständigen Raiffeisenbanken mit ihren knapp 10’000 Mitarbeitenden die Nachhaltigkeit implementieren will. Mit Vorschlägen zu einer nachhaltig wirtschaftenden Raiffeisenbank werden sich die Gewinner unter anderem an der künftigen Strategiediskussion beteiligen. „Dieses Projekt hat das Potenzial, der Verankerung und Umsetzung von Nachhaltigkeit in der drittgrössten Bankengruppe in der Schweiz einen Schub zu geben“, sagt Studienleiter Richard Gerster.

Drei weitere Beispiele von Projektarbeiten legen dar, wie Absolventinnen und Absolventen des ersten Zertifikatskurses in Sustainable Finance ihr Know-how für eine ökologische und soziale Geschäftspraxis und für die nachhaltige Anlageberatung konkret umsetzen: In einer Kantonalbank soll die Kreditvergabe einer systematischen Nachhaltigkeitsprüfung unterzogen werden; eine Privatbank hat erkannt, dass ihr Prüfsystem auf Nachhaltigkeit mit weiteren Bereichen ergänzt werden muss und will griffigere Instrumente schaffen; ein Anlageberater weist nach, dass sich Nachhaltigkeit als Anlagekriterium für seinen Fonds auch ökonomisch lohnt.

Unternehmen profitieren von den Projekten

Die Teilnehmenden haben in der halbjährigen Ausbildung fundiertes Fachwissen erhalten, kombiniert mit vielen Praxisbeispielen. „Der Kurs ist mehr als eine Weiterbildung“, ist Studienleiter Richard Gerster überzeugt, „denn die Teilnehmenden entwickeln und realisieren ein konkretes Projekt und bringen damit die Nachhaltigkeit direkt in ihre Unternehmen ein.“

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