Andermatt Alpen

Nachbesserungen an Ski-Anlagen gefordert

  • Dominique Haiden
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800px-Andermatt_from_PazolaDie Ski-Infrastrukturanlagen im Urserental und Sedrun werden massiv ausgebaut. Die Umweltverbände Pro Natura, WWF, VCS, Mountain Wilderness und die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz SL sind für eine massvolle und nachhaltige Modernisierung. Die vorliegenden Pläne genügen den gesetzlichen Anforderungen noch nicht. Deshalb fordern sie Nachbesserungen am Projekt.

Die Umweltverbände wissen, dass das „Ja von Bund und Kanton Uri zum Tourismusresort“ von Samih Sawiris in Andermatt auch ein „Ja zu gewissen Infrastrukturausbauten“ bedeutet und sind deshalb nicht grundsätzlich gegen eine Modernisierung und einen sinnvollen Ausbau der touristischen Anlagen. Positiv beurteilen sie die Erarbeitung des vom Bundesrat geforderten Landschaftsentwicklungskonzepts (LEK), welches auf Richtplanstufe Schutzmassnahmen und Nutzungsvorgaben im Urserental regeln soll. Der Rest des aufgezeigten Projekts ist aber weder nachhaltig noch vernünftig und genügt den gesetzlichen Anforderungen nicht. Deshalb erachten die Umweltverbände das aktuelle Projekt als nicht bewilligungsfähig. Gemeinsam fordern sie mit Nachdruck eine Überarbeitung der Pläne.

Insbesondere  fordern sie mehr Zeit für die fundierte Erarbeitung der nötigen Grundlagen als Basis für eine seriöse Beurteilung des Umweltverträglichkeitsberichts (UVB) und eine Beschränkung auf die Idee einer Skigebietsverbindung zwischen Nätschen-Gütsch- Oberalp, anstatt wie jetzt geplant, die zusätzliche Erschliessung eines neuen flächendeckenden Skigebiets zwischen Gütsch, dem Schneehühnerstock und der Oberalp. Die Umweltverbände fordern ausserdem, dass Alternativen oder Kompensationen für den immensen Wasser- und Energieverbrauch durch die Total-Beschneiung der neuen Skipisten aufgezeigt werden. Auf die Erschliessung des St. Anna-Gletschers als neues Skigebiets und die damit verbundenen Bahnanlagen Felsental soll verzichtet werden, ebenso auf den Bau eines Restaurants am Luternsee (Richtung Oberalp). Zudem müssen genügend, ökologisch wirksame Ausgleichs- und Ersatzmassnahmen aufgezeigt und umgesetzt werden.

Pro Natura Uri

Pro Natura Graubünden

WWF Uri

WWF Graubünden

Stiftung Landschaftsschutz Schweiz SL

Mountain Wilderness

Verkehrs-Club der Schweiz VCS

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