Mühleberg’s Auswirkungen auf indigene Völkern

  • Monika Jung
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akw_muehleberg_wiki_BKWAm 13. Februar 2011 befinden die Stimmberechtigen des Kantons Bern über die Stellungnahme des Kantons zum geplanten Ersatz des AKW Mühleberg. Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) empfiehlt den Stimmberechtigten, den Vorschlag des Kantons abzulehnen. Denn die verheerenden Auswirkungen des Uranabbaus auf indigene Völker sprechen deutlich gegen den Bau von neuen AKW.

Für ihre Atomreaktoren beziehen Schweizer Atomkraftwerke den Brennstoff Uran aus dem Ausland. Der Abbau von Uranerz hinterlässt dort riesige radioaktiv verseuchte Gebiete. Wenig bekannt ist, dass unter den verheerenden Folgen des Uranabbaus vor allem indigene Völker leiden. Denn die weltweit bekannten Vorräte liegen zu rund 70 Prozent auf dem Land indigener Völker, so z.B. in Australien, den USA, Kanada, Indien und im Niger.

Die zweitgrösste aktive Uranmine der Welt, die Ranger-Mine, von der auch das AKW Mühleberg Uran bezieht, liegt im australischen Northern Territory. In den letzten 20 Jahren kam es dort immer wieder zu Vorfällen, wo radioaktives Material in die Umwelt, so z.B. das Wasser, gelang. Der gravierendste Fall geschah 1988: damals gelangte während sechs Monaten Radioaktivität unkontrolliert in die Umgebung.

Auch in anderen Regionen leiden indigene Völker besonders unter den Folgen des Uranabbaus. Den meisten Fällen ist gemeinsam, dass die im Uranabbaugebiet lebende indigene Bevölkerung weder umfassend über die Gefahren des Uranabbaus aufgeklärt worden ist, noch ihre Einwilligung zur Nutzung ihres Landes gegeben hat. Solange dies nicht der Fall ist und solange mit dem Uranabbau derart gravierende Schädigungen von Mensch und Umwelt einher gehen und die Firmen die Folgen nicht vollumfänglich beheben, lehnt die GfbV den Uranabbau und eine weitere Förderung von Atomenergie ab.

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