© BKW FMB Energie AG [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons
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Mühleberg abschalten – SOFORT!

  • Daniela Cervenka
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Die BKW schreibt in ihrer heutigen Medienmitteilung, dass sie das Kernkraftwerk Mühleberg (KKM) 2019 vom Netz nimmt. Während der restlichen Laufzeit wird das KKM alle Sicherheitsanforderungen einhalten und rund 200 Millionen Franken werden für den Betrieb und die Instandhaltung investiert. Davon fallen laut Medienmitteilung 15 Millionen Franken für ausserordentliche Nachrüstungen an, konkret für die Verbesserung der Kühlwasserversorgung und der Brennelement-Lagerbeckenkühlung. Die BKW bezieht sich auf die gesetzlichen Sicherheitsbestimmungen und weist darauf hin, dass sie sogar die vom Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI) geforderte Sicherheitsmarge übertreffe.

Der WWF Schweiz ist mit dieser Aussage jedoch nicht einverstanden und kritisiert die Nachrüstungen. Es seien nur geringfügige Nachrüstungen und erhöhe die Sicherheit kaum. Um die Sicherheit für einen längeren Weiterbetrieb zu gewährleisten, wären umfangreichere Nachrüstungen notwendig. „Ohne diese umfangreichen Investitionen ist Mühleberg folglich bei der Sicherheit nicht auf einem aktuellen Stand“, sagt Patrick Hofstetter, Leiter Klima und Energie beim WWF Schweiz. „Es ist ein Skandal, wenn das AKW trotzdem weiterläuft.“

Ebenfalls bemängelt die Schweizerische Energiestiftung (SES) in ihrer Medienmitteilung die Nachrüstungsmassnahmen. Diese betragen mit 15 Millionen Franken nur einen Bruchteil der vom ENSI geforderten Nachrüstungen.

Es sei zwar begrüssenswert, dass die BKW einen Abschalttermin für das KKM festlegt, schreiben die Grünen, jedoch sind auch für sie die Nachrüstungen billig und völlig ungenügend. Der WWF, die SES und die Grünen verlangen von dem ENSI, dass der Entscheid der BKW nicht abgesegnet wird und falls die BKW die erforderlichen Nachrüstungen nicht umsetzen, das KKM sofort abgeschaltet wird.

WWF Schweiz

Die Grüne Partei Schweiz

Schweizerische Energiestiftung (SES)

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