© Jackph (Own work) [Public domain], via Wikimedia Commons
© Jackph (Own work) [Public domain], via Wikimedia Commons

mountain wilderness eröffnet kritische Debatte zum Eiger-Express

  • Nicole Wabersky
  • -

Im Oktober stimmen die Stimmbürger von Grindelwald über die Zonenplanänderung für das V-Projekt ab. Das Projekt ist in mehrere Teile gegliedert und vor allem der Eiger-Express stellt für die Gemeinden Grindelwald und Lauterbrunnen ein grosses Risiko dar.

Trotz seiner unabsehbaren Konsequenzen ist über den Eiger-Express bisher jedoch keine kritische Debatte entstanden. mountain wilderness eröffnet die Debatte nun mit einer kritischen Informationsplattform und einer Reihe Fragen – Fragen welche für eine demokratische Meinungsbildung unbedingt beantwortet werden müssen!

Die Einwohner und Einwohnerinnen der Gemeinden Grindelwald und Lauterbrunen stehen vor der schwierigen Abstimmung über die Zonenplanänderung für das V-Projekt der Jungfraubahnen im Oktober diesen Jahres.Es ist eine Herzensangelegenheit. Einerseits müssen sie über die gut verankerte Männlichenbahn, aber gleichzeitig auch über den schwer greifbaren Eiger-Express befinden.

Die Jungfraubahnen haben als Investor den Tarif durchgegeben – alles oder nichts! – und erschweren den Entscheid damit ungemein. Mit ihrem vehementen Einsatz für das Gesamtpaket versuchen die Jungfraubahnen eine Diskussion über die Chancen und Risiken der verschiedenen Teilprojekte zu verhindern.

Sie stellen sich so gegen die Prinzipien der demokratischen Meinungsbildung und stehlen sich aus der Verantwortung, sich ernsthaft mit den Konsequenzen ihres Projekts für die Region auseinanderzusetzen.

Gerade diese Diskussion täte Not. Der Eiger-Express stellt einen grossen Eingriff ins eigentliche Kapital der Region Grindelwald-Lauterbrunnen dar. Gäste kommen in die Gletscherdörfer wegen des weltberühmten Dreigestirns Eiger, Mönch und Jungfrau und der fantastischen Gletscherwelt auf dem Joch. Nicht umsonst ist das Gebiet im Bundesinventar geschützter Landschaften und Kulturdenkmäler BLN verzeichnet und UNESCO-Weltnaturerbe.

In der Mitwirkungsauflage für die Zonenplanänderung forderten verschiedene Umweltverbände denn auch eindringlich, die Linienführung des Eiger-Express zu überdenken und den Einfluss auf das Landschaftsbild schon vor einem allfälligen Konzessionsverfahren durch ein externes Gutachten überprüfen zu lassen.

Beitrag kommentieren