Moos Tortula muralis

Moos-Monitoring der Schweiz

  • Caroline Nienhuis
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Moos Tortula muralisMoose (auf lateinisch Bryophyta) sind wichtige Indikatoren für die Luft- und Schwermetallbelastung einer Region, schreibt die Universität Zürich. Im Uno-Jahr der Biodiversität und bis 2011 wird ihre Verbreitung in einem schweizweiten Moos-Monitoring kartiert. Bereits seit 1984 erstellt eine Kartierkommission an der Universität Zürich ein Inventar der Moose in der Schweiz. Freiwillige und angestellte Moosforscher/innen helfen mit, in der gesamten Schweiz nach Moose zu suchen und die Arten zu identifizieren. Die Funde werden auf einer Datenbank (Nationales Inventar der Schweizer Moosflora) aufgenommen. Auf deren Webseite kann die Verbreitung der Schweizer Moose nachgeschaut werden. Bis anhin wurden 160’000 Fundangaben gespeichert.

Leider hat das Moos-Monitoring bisher gezeigt, dass von 42 untersuchten Moosarten mehr als die Hälfte zurückgegangen ist. Moose an Nassstandorten wie Moore und Auen sind am schwersten betroffen. Dies hat mit der Siedlungs- und Landwirtschaftspolitik der Schweiz zu tun, denn ca. neunzig Prozent der Schweizer Feuchtgebiete wurden schon zerstört. Als besonders alarmierend wird der Rückgang von mittelhäufig bis häufig vorkommenden Moose bezeichnet.

Von den 16’000 Moosarten weltweit wachsen 1’100 in der Schweiz. Die Mehrheit der Moose benötigen Feuchtigkeit und gute Luft. Zum Beispiel gedeiht das Rudolphs Trompetenmoos nur in sauberer Höhenluft, am feuchten Alpennordhang und auf waagrechten Ästen von altem Bergahorn. Andere Moose wiederum sind weniger anspruchsvoll und wachsen sogar im Strassenbelag oder an stark befahrenen Strassen (Pflasterritzenmoos).

Universität Zürich News

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