Moore – wertvolle Biotope mit ungewisser Zukunft

  • Redaktion Naturschutz
  • -

Über die Hälfte aller europäischen Moore sind bereits verschwunden. Sie wurden für die Land- und Forstwirtschaft nutzbar gemacht oder abgetorft. Als einziges Land der Welt hat die Schweiz 1987 ihre Moore unter völligen Schutz gestellt. Der Torfabbau wird heute vor allem in Kanada, Finnland, Irland und im Baltikum industriell betrieben. Wie solche Abbauflächen regeneriert werden können, wird seit mehreren Jahren im Rahmen eines EU-Forschungsprogramms untersucht. Hierbei zeigte sich, dass zerstörte Hochmoore unter günstigen Umständen bereits nach wenigen Jahren wieder Torf bilden – der Beginn einer Regeneration. Die wichtigste Voraussetzung für eine Regeneration sei, dass die verbliebenen Torfreste wieder bis in die obersten Schichten vernässt werden und das Moor nicht bis auf den nährstoffreichen mineralischen Untergrund abgebaut wurde. Ein wichtiges Ziel des Projekts ist es deshalb, Richtlinien für den Torfabbau zu erstellen. Wie sich die Moore in der Schweiz qualitativ und quantitativ entwickeln, sollen die Resultate der „Erfolgskontrolle Moorschutz Schweiz“ unter der Regie der eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL zeigen. (sm)

Beitrag kommentieren