Holzherkunft meist unbekannt

  • Silvan Kaufmann
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regenwaldabholzung

Eine neue WWF-Umfrage bei Möbelherstellern zeigt: 87 Prozent der befragten Unternehmen wissen kaum oder nie, woher ihr Rohstoff Holz stammt. Das Fehlen von gesetzlich verordneten Nachweispflichten begünstigt die illegale Waldzerstörung in den grossen Waldregionen. Umso wichtiger ist die konsequente Umsetzung der Deklarationspflicht für Holzprodukte in der Schweiz. 

Der WWF nahm 68 der grössten Holz verarbeitenden Unternehmen der Möbelindustrie in Deutschland, Österreich und in der Schweiz unter die Lupe. Das Resultat: 87 Prozent der Unternehmen wissen kaum oder nie, woher sie ihren Rohstoff Holz beziehen. Jedes Jahr verschwinden weltweit rund 13 Millionen Hektar Wald, vor allem in den Tropen. Ein grosser Teil davon wird illegal gewonnen. In Indonesien liegt der Anteil beispielsweise bei mehr als 70 Prozent, in Russland bei bis zu 50 Prozent. Davon landet ein Grossteil auf dem europäischen Markt. 

Von den befragten Firmen konnten zwar zwei Drittel sagen, aus welcher Weltregion ihre Hölzer kommen. Beim genauen Herkunftsort haperte es dann aber: Lediglich 13 Prozent gaben an, immer zu wissen, woher ihr Holz kommt. Brisant: Von den Schweizer Firmen konnte dies keines der Unternehmen tun. Sechs der sieben Befragten können den Herkunftsort „nie“ bis „selten“ nennen. Bezeichnend: Fast allen Schweizer Unternehmen ist nicht bekannt, dass das Parlament eine Deklarationspflicht für Holz und Holzprodukte genehmigt hat. 

WWF

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