Autobahn, A1, Wettingen

Mit starken Infrastrukturen in die Zukunft

  • Nora Kieselbach
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Die Schweiz soll auch im Jahr 2030 dank leistungsstarker Infrastrukturen ein starker Wirtschaftsstandort mit hoher Lebensqualität sein. An diesem Ziel der „Zukunftsfähigkeit“ orientiert sich die neue Strategie des Eidgenössischen Departementes für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation UVEK, welche heute vorstellt wurde.

Die globalen und nationalen Veränderungen der letzten zehn Jahre, die künftigen Herausforderungen sowie das Bedürfnis nach einem langfristig wegweisenden Kompass machten eine Überarbeitung der UVEK-Strategie aus dem Jahre 2001 notwendig. Die neue Strategie zeigt die Schritte auf, um die Schweiz den Zielen für 2030 näher zu bringen. Grundlage dafür bildeten die zu erwartenden Entwicklungen in den Bereichen Wirtschaftswachstum, Bevölkerung, Verkehr und Mobilität, Energie- und Raumnutzung, Umwelt sowie Kommunikation. Die Schwerpunkte der UVEK-Strategie 2012 ergaben sich aus den bis ins Jahr 2030 erwarteten „Haupt“-Herausforderungen sowie den daraus abgeleiteten Zielen und Massnahmen:

Verminderung des Energie- und Ressourcenverbrauchs: Um die Versorgungssicherheit mit Energie zu gewährleisten, sind Energie- und Umweltpolitik konsequent der Entwicklung von Wissenschaft, Forschung und Technologie anzupassen. Sie sind durch neue Instrumente mit dynamischen Anreizen zu ergänzen. Bestehende Förderinstrumente wie die kostendeckende Einspeisevergütung und die CO2-Abgabe inklusive Teilzweckbindung müssen optimiert und mittelfristig zugunsten lenkender bzw. marktwirtschaftlicher Instrumente zurückgefahren werden.

Abstimmung von Verkehrs- und Raumentwicklung: Bodenverbrauch, Zersiedlung und Kostenentwicklung im Bereich Verkehrsinfrastrukturen und Raumplanung sind zu koordinieren. Dafür sind „intelligente“ Verkehrsinfrastrukturen und Anreize zur Verhaltensänderung weiterzuentwickeln. Die Finanzflüsse sind einfach und transparent auszugestalten. Es braucht Anreize zur marktgerechten Steuerung der Nachfrage.

Mitgestaltung der Informationsgesellschaft: Weil Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) die Umwelt-, Verkehrs- und Energiepolitik immer stärker beeinflussen, braucht es eine hochbreitbandige, robuste, zuverlässige, Netzwerkinfrastruktur. Diese hat sich am Markt zu orientieren und muss nach den Gesetzes des Wettbewerbs ausgebaut werden. Dabei braucht es einen offenen und diskriminierungsfreien Zugang zu diesen Netzen. In einer technologisch rasch ändernden Kommunikationsinfrastruktur müssen Medienvielfalt und Service public gewahrt werden.

Weitere Informationen

UVEK-Strategie 2012 (pdf)
UVEK-Strategie 2012 – Zusammenfassung (pdf)

Eidgenössischen Departementes für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation UVEK

Bild: Roland zh [CC-BY-SA-3.0] via Wikimedia Commons

 

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