Sieht es in der Schweiz auch bald so aus? | © Ken OHYAMA, [CC-BY-SA-2.0], via Flickr
Sieht es in der Schweiz auch bald so aus? | © Ken OHYAMA, [CC-BY-SA-2.0], via Flickr

Mit Milchkuh-Initiative verschwindet wertvoller Boden

  • Amanda Buol
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Bei einer Annahme der Milchkuh-Initiative verschwindet wertvoller Boden zugunsten von Strassen, warnt die Umweltallianz. In 10 Jahren wäre eine Fläche in der Grösse von Luzern zusätzlich neu mit Strassen überzogen.

Würde bei der Abstimmung am 5. Juni die Volksinitiative „Für eine faire Verkehrsfinanzierung“ angenommen, würde dies zu schmerzhaften Einbussen in zentralen Bereichen des Staates, wie beispielsweise Bildung oder im öffentlichen Verkehr führen, so die Umweltallianz der vier grossen Schweizer Umweltorganisationen Greenpeace, Pro Natura, VCS und WWF Schweiz.

Ausserdem können diese Gelder gar nicht kurzfristig ausgegeben werden. Allerdings würde der Druck langfristig massiv steigen, die Schweiz mit zahlreichen neuen Strassen zu überziehen. Die Auswirkungen wären fatal. So zeigen Berechnungen der Umweltorganisationen, dass mit der Milchkuh-Initiative zusätzlich zu den bereits geplanten neuen Strassen in 10 Jahren rund 26 km2 Kulturland mit Strassen verbaut würden. Das entspricht der gesamten Fläche der Stadt Luzern. Insgesamt, das heisst gemeinsam mit den bereits vorhandenen Strassengeldern, würde damit innerhalb von 10 Jahren rund 92 km2 mit Strassen verbaut. Das entspricht etwa der Fläche der Stadt Zürich.

Boden ist eine nicht erneuerbare, knappe Ressource. Die Verbauung der Landschaften und der Verlust des Kulturlandes zählen mit zu den drängendsten Umweltproblemen der Schweiz. Mit der Annahme der Milchkuh-Initiative würde die Zerstörung von Kulturland langfristig massiv beschleunigt.

Würden im ganz grossen Stil neue Strassen gebaut, hätte das zusätzlichen Verkehr zur Folge, was zu noch stärkerer Belastung der Luft durch CO2, Feinstaub und weiteren Schadstoffen führt. Geschwächt würden zudem auch der Landschaftsschutz und die Biodiversität. Um die international vereinbarten Klimaziele zu erreichen, müsste die Schweiz bereits jetzt ihre Bemühungen massiv verstärken. Diese Ziele mit Annahme der Milchkuh-Initiative zu erreichen, wäre gänzlich unrealistisch. Bereits heute macht der Verkehr rund 40 Prozent der CO2-Belastung aus.

Aus diesen Gründen wird empfohlen ein „Nein“ in die Urne zu legen. Weitere Informationen erhalten Sie hier »

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