Mont_Tendre

Radarantenne kommt nicht auf Mont Tendre

  • Monika Jung
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Mont_TendreDas Eidg. Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) verzichtet definitiv darauf, auf dem Mont Tendre im Vallée du Joux eine 25 Meter hohe Empfangsantenne zu errichten. Auch wenn es sich um ein militärisches Projekt handelt, hat ein landschaftsverändernder Eingriff in einem Naturschutzgebiet und in einem Schutzgebiet von nationaler Bedeutung nichts zu suchen, deshalb hatten sich die Bevölkerung des Kantons Waadt sowie Naturschutzorganisationen vehement gegen dieses Projekt auf dem Gipfel einer der letzten unberührten Landschaften in der Region gewehrt. Für Montag, 14. Februar 2011 hatte das VBS die Waadtländer Behörden, die betroffenen Gemeinden und die Umweltverbände zu einem Runden Tisch nach Bière eingeladen. Pro Natura, die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz und der WWF Schweiz zeigen sich zufrieden, dass das VBS nun die Bevölkerung und die NGO zum Thema Mont Tendre angehört hat.

Anlässlich des Runden Tisches konnten die Naturschutzorganisationen vom Stand des Projektes und vom geplanten weiteren Verfahren Kenntnis nehmen. Der ursprünglich vorgesehene Standort auf dem Gipfel des Mont Tendre war für die Organisationen nicht akzeptierbar. Der Alternativstandort auf der Krete von Cunay bietet hingegen auf den ersten Blick wenig Probleme. Es sind dort bereits Masten vorhanden und es braucht keine neuen Einrichtungen zur Anbindung an das bestehende Netz.

Die Naturschutzorganisationen werden weiterhin darauf achten, dass die Klassierung als „militärisch geheim“ nicht dazu führt, dass eine öffentliche Auflage und eine eventuelle Beschwerde umgangen werden können.

Weitere Informationen

Pro Natura

Stiftung Landschaftschutz Schweiz

WWF Schweiz

Bild: Niklaus Schreiber/wikimedia

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