Blick in das Innere eines Gewächshauses
Gewächshäuser von Produzenten der Migros sollen mit erneuerbaren Energie beheizt werden. © Migros

Migros forciert nachhaltige Gewächshäuser

  • Stefanie Wermelinger
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Bis 2025 sollen die Schweizer Früchte- und Gemüseproduzenten der Migros ihre Gewächshäuser mit erneuerbaren Energien beheizen. Um dieses Ziel zu erreichen, erhalten die Betriebe von der Detailhändlerin finanzielle Unterstützung.

Neben CO2-Reduktion Zielen hat sich die Migros nun auch zur Aufgabe gemacht, ihre eigene Lieferkette nachhaltiger zu gestalten. Dieser Entscheid betrifft die Schweizer Früchte- und Gemüselieferanten der Migros. Diese sollen ihre Gewächshäuser bis im Jahr 2025 nur noch mit erneuerbarer Energie beheizen. Die Migros unterstützt die Produzenten bei diesem Umbau mit jährlich 1 Million Franken.

Gewächshäuser werden vor allem am Anfang und am Ende der Schweizer Obst- und Gemüsesaison beheizt, um die Inlandsaison zu verlängern, wie die Migros in einer Mitteilung schreibt. Die Detailhändlerin gibt an, dass für jeden Betrieb ein eigener optimaler Mix aus erneuerbaren Energieträgern eingesetzt werden soll. Als Beispiel führt sie dazu Wärmepumpen, Holz-Heizungen, Gas, Geothermie oder auch Solarenergie auf. Durch das fossilfreie Heizen ab 2025 soll laut einer Berechnung der Migros rund 75’000 Tonnen CO2 jährlich eingespart werden. Dies entspreche mehr als 15’000 Flüge von Zürich nach Hawaii.

Der WWF äussert sich positiv zu diesem Entscheid der Migros. «Mit dieser Pionierarbeit zeigt die Migros gemeinsam mit ihren Produzenten, dass der Ausstieg aus Heizöl und fossilem Gas möglich ist», wird der WWF-Chefs Thomas Vellacott in der Medienmitteilung zitiert. «Wir brauchen diese Art der gemeinsamen Anstrengungen, um das Pariser Klimaabkommen zu erfüllen und den Klimawandel einzudämmen. Die Migros setzt damit ein Zeichen – auch für andere Branchen.»

Die Migros setzt mit ihren nachhaltigen Gewächshäusern zwar ein positives Zeichen, aber trotzdem sollte die beste Alternative nicht vergessen werden: Am nachhaltigsten ist weiterhin, wenn gar keine Früchte oder Gemüse produziert und auch konsumiert werden, die nicht saisonal sind und zusätzliche Energie beim Wachstum brauchen.

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