Ein scheuer Geselle: Der «echte» Osterhase. © Sonja Portenier
Ein scheuer Geselle: Der «echte» Osterhase. © Sonja Portenier

Echte Osterhasen gesucht

  • Selina Fehr
  • 4

Jedes Kind kennt den Osterhasen – doch wer hat schon seinen Verwandten, den Feldhasen gesehen? Das scheue Langohr ist bei uns selten geworden. Wer einen sieht, kann dies bei der Plattform des Säugetieratlas melden.

Dem Osterhasen begegnet man in der Osterzeit auf Schritt und Tritt. Doch wann haben Sie das letzte Mal einen Feldhasen beobachtet? Feldhasen-Begegnungen sind selten. Der Feldhase ist in der Schweiz gefährdet und seine Bestandeszahlen sind gebietsweise rückläufig.

Feldhasen melden

Im Rahmen der «Aktion Feldhase» wird die Bevölkerung in der Schweiz und Liechtenstein aufgerufen, Feldhasen-Beobachtungen auf der Meldeplattform säugetieratlas.wildenachbarn.ch zu melden. Die Meldungen fliessen in den neuen Säugetieratlas der Schweiz und Liechtensteins ein, welcher zurzeit von der Schweizerischen Gesellschaft für Wildtierbiologie SGW erarbeitet wird.

Haben Sie während der Ostereiersuche etwas davon hoppeln sehen? Oder auf dem Osterspaziergang einen Feldhasen entdeckt? Haben Sie nebst dem «Schoggihasen» einen richtigen Feldhasen gesichtet? Melden Sie Ihre Beobachtungen auf der Meldeplattform saeugetieratlas.wildenachbarn.ch. Damit helfen Sie mit, eine landesweite, aktuelle Verbreitungskarte für den neuen Säugetieratlas zu erstellen.

Den Schoggihasen kennt jeder. Haben Sie auch einen Feldhasen gesehen beim Osterspaziergang? © Anouk Taucher
Den Schoggihasen kennt jeder. Haben Sie auch einen Feldhasen gesehen beim Osterspaziergang? © Anouk Taucher

Doch der Feldhase ist auch zu Ostern nicht alleine unterwegs. Die zwei nächsten Verwandten des Feldhasen in der Schweiz sind der Schneehase, welcher meist oberhalb der Waldgrenze zu beobachten ist, und das Wildkaninchen, welches nur in vereinzelten, isolierten Populationen in der Schweiz vorkommt.

Osterhase oder Osterkaninchen?

Bei uns ist der Osterhase eindeutig ein Verwandter der Feldhasen. Anders in der Westschweiz: Dort ist der Osterhase ein Osterkaninchen (lapin de Pâques). Auf Abbildungen sehen die Osterhasen jedoch in der Deutsch- wie in der Westschweiz gleich aus.

Weitere spannende Informationen zum Feldhasen finden Sie auch in diesem aktuellen Artikel des NABU.

4 Kommentare

  • Peter Voser

    Für den Feldhasen in der Schweiz sehe ich langfristig auch schwarz und der Schneehase ohne Schnee? Die Jagd ist nicht Schuld. Hasenjagd könnte ganz eingestellt werden. Die Lebensräume sind dennoch nicht mehr hasentauglich. Ganz anders in Argentinien. Dort soll er eine invasive Art sein.

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  • Ferdi Projer

    Guten Tag
    Laut Amt für Jagd und Fischerei ist der Bestand der Feldhasen nicht gefährdet was ich nicht glaube, Feldhasen sind nach wie vor jagdbar. In der Natur halte ich mich häufig auf, Feldhasen sehe ich selten und die Landwirtschaft ist auch nicht förderlich für die Natur, kassiert aber kräftig.

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  • Otto Künzli

    Gruss aus Spanien.
    Ich wohne in Spanien völlig draussen im Busch und es leben rund ums Haus hunderte Langohren, die z.T. auch bei uns im Garten essen.
    Wenn dasfürSie auch interessant ist, sende ich Ihnen gerne eine Foto.
    Otto Künzli, Spanien

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    • Selina Fehr

      Guten Tag Herr Künzli
      Ja, das könnte doch spannend sein, ein Bild der Hasen aus Spanien! Sie können uns gerne ein Foto senden an mail@naturschutz.ch. Beste Grüsse, Selina Sehr, Redaktion naturschutz.ch


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