Meister Lampe auf die Sprünge helfen

  • Redaktion Naturschutz
  • -

Das Scheinwerferlicht trügt nicht: Bei ihren nächtlichen Zählungen sichten die Mitarbeiter der Schweizerischen Vogelwarte Sempach wieder mehr Feldhasen als noch vor wenigen Jahren. Zusammen mit Jägern und Landwirten überwachen und fördern sie seit 14 Jahren die Bestände der Feldhasen. Jetzt deuten die Zahlen in einigen Gegenden auf einen leichten Aufwärtstrend, vor allem im Ackerland. In Gebieten mit Graswirtschaft ist dagegen noch keine Erholung festzustellen.
Der Feldhase spricht auf hochwertige ökologische Massnahmen im Kulturland an. In ausgewählten Projektregionen schaffen Fachleute der Vogelwarte zusammen mit Landwirten solche wildtiergerechte Lebensräume. Hecken, Buntbrachen und Krautsäume bringen den Hasen und vielen bedrohten Vogelarten wieder Verstecke und Nahrungsgründe.
Insgesamt geht es dem Feldhasen nicht gut in unserem Land. Vielerorts im Mittelland gibt es gemäss Erhebungen der Vogelwarte nur noch drei bis sechs Hasen pro Quadratkilometer – ein kritisch tiefer Wert. Immer mehr Lebensräume des Hasen werden verbaut, immer breitere Strassen zerschneiden diese Gebiete und immer mehr Autos fordern einen hohen Blutzoll. In der intensiven, mechanisierten Landwirtschaft bringt der Feldhase zu wenig Junghasen hoch. Gejagt wird der Hase hingegen im Mittelland heutzutage kaum mehr. Dennoch gehen seine Bestände seit den siebziger Jahren zurück.

Links zum Beitrag
Medienmitteilung Vogelwarte

Beitrag kommentieren