Bergföhre, Bergwald, Schutzwald

Mehr Unterstützung für Nicht-Schutzwald

  • Nora Kieselbach
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Der Bundesrat (BR) hat vergangenen Freitag den Massnahmenplan zur Waldpolitik 2020 geprüft und ist zum Schluss gekommen, dass das Waldgesetz in einzelnen Punkten zu ergänzen sei. Damit will er Massnahmen zur Bekämpfung von Gefahren ermöglichen, die beispielsweise durch eingeschleppte Schädlinge entstehen. Der BR hat daher dem Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) den Auftrag erteilt, eine Vernehmlassungsvorlage auszuarbeiten.

Die Waldpolitik 2020 stimmt die unterschiedlichen Interessen der Gesellschaft am Wald auf nationaler Ebene aufeinander ab. Um die Waldpolitik 2020 zu konkretisieren, hat das Bundesamt für Umwelt (BAFU) in den letzten Monaten einen Massnahmenplan erarbeitet. Daran beteiligt waren auch die Kantone und weitere Akteure aus den Bereichen Umwelt, Wirtschaft sowie Forschung und Bildung. Der Massnahmenplan ist ein Handlungsprogramm. Er zeigt die verbindlichen Massnahmen des Bundes auf. Gleichzeitig wird auf die wichtige Rolle der Kantone und weiterer Akteure hingewiesen, auf deren Mitwirkung der Bund angewiesen ist, um die Ziele zu erreichen.

Wo die Umsetzung der Massnahmen keine gesetzlichen Anpassungen und keine zusätzlichen Mittel erfordert, kann sie bereits beginnen – was in den meisten Fällen möglich ist. In einzelnen Punkten ist allerdings eine Anpassung des Waldgesetzes notwendig. Es handelt sich dabei um Massnahmen für die Prävention und Bekämpfung von biotischen Gefahren ausserhalb des Schutzwaldes, die sich beispielsweise durch eingeschleppte Schädlinge ergeben können. Der Bundesrat hat dem UVEK daher am 14. September 2012 den Auftrag erteilt, für diese Bereiche eine Vernehmlassungsvorlage auszuarbeiten.

Weitere Informationen

Bundesamt für Umwelt BAFU

Bild: © Raphael Schwitter

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