Mehr Piste am Flumserberg

  • Barbara Darani
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auerhuhn_pnWie das St. Galler Tagblatt vom 10. September berichtet, hat das eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) die Ausdehnung des grössten Wintersportgebietes im Kanton St. Gallen – der Flumserberg – gutgeheissen. Die geplante Neuerschliessung soll der Bergbahnen Flumserberg AG die Erhaltung der Marktposition garantieren sowie die den drohenden Pistenverlust durch das Ansteigen der Schneefallgenze kompensieren.

Im bisherigen Richtplan ist das betroffene Gebiet als Lebensraum-Kerngebiet – ein landschaftlich wertvolles Gebiet mit vielfältiger Tierwelt – ausgeschieden. Die Erweiterung des Skigebietes ist also nur durch eine Richtplanänderung möglich. Im Tagblatt-Artikel heisst es weiter, dass die St. Galler Regierung im Herbst 2008 grünes Licht für die Ausdehnung der Pisten gab, da Sie die Freigabe des Gebietes für vertretbar hielt. Schliesslich sei das Gebiet bereits heute stark durch den Wintertourismus belastet. Grüne und Naturschutzorganisationen des Kantons wehrten sich, worauf das Bundesamt für Raumplanung vorgab, die Terrainanpassung für neue Skipisten auf ein Minimum zu beschränken. Ausserdem ist nun eine Kompensation des Schutzgebietes vorgesehen, um Auer- und Birkhühner zu schützen, zitiert das Tagblatt Willi Hangartner vom Amt für Raumentwicklung.

Pro Natura beurteilt laut Tagblatt die wirtschaftlichen Vorteile als „sehr gering“ und beteuert, dass das Skigebiet wegen der Klimaerwärmung langfristig auch mit der geplanten Erweiterung nicht gerettet werden kann. Die Gebiet sei dann noch mehr vom Sommertourismus abhängig, wobei die verbaute Landschaft für die Vermarktung der Region ein grosses Hindernis darstellen werde.

Artikel St. Galler Tagblatt
Artikel naturschutz.ch 2005

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