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Mehr Pendelnde nutzen den öffentlichen Verkehr

  • Eliane Küpfer
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Nach wie vor benutzten 55 Prozent aller Pendelnden 2011 das Auto oder ein anderes privates Motorfahrzeug auf dem Arbeitsweg. Das zeigt die neueste Pendelndenstatistik des Bundes. Erfreulicherweise stieg in den letzten zehn Jahren aber der Anteil jener Pendelnden, welche den öffentlichen Verkehr benutzen. 2011 lag dieser bei 29 Prozent. Weitere 16 Prozent gehen zu Fuss oder fahren mit dem Velo.

Der VCS Verkehrs-Club der Schweiz appelliert deshalb an die politischen Entscheidungsträger, die künftige Finanzierung des öffentlichen Verkehrs sicherzustellen und die Bahn weiter zu stärken. Denn nur mit einem raschen und umfassenden Ausbau des Bahnnetzes kann die Grundlage geschaffen werden, damit künftig noch mehr Pendelnde vom Auto auf den öffentlichen Verkehr umsteigen. Der VCS ruft zudem die grosse Kammer auf, die notwendigen Mittel für einen sinnvollen Ausbau des Schienennetzes zur Verfügung zu stellen.

Keinesfalls aber darf es das Ziel sein, die Reisezeiten gegenüber heute deutlich zu verkürzen. Damit würden bloss Anreize geschaffen, damit die Arbeitnehmenden noch länger pendeln. Bereits heute legen die Pendelnden immer weitere Wege zurück: Im landesweiten Durchschnitt stieg die für den Arbeitsweg benötigte Zeit zwischen 2000 und 2011 von 23 auf 30 Minuten.

Bild: LennartBolks [public domain], via Wikimedia Commons

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Verkehrs-Club der Schweiz (VCS)

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