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Mehr Licht und Totholz im Wald

  • Monika Jung
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Bildwald_grossDer Wald ist zwar heute naturnaher als das ausgeräumte Kulturland, doch auch im Wald braucht es zusätzliche Massnahmen, damit die biologische Vielfalt erhalten bleibt. Der Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz hat zum Internationalen Jahr des Waldes dazu eine praktische Anleitung erarbeitet, die viel Wissenswertes zur Biodiversität im Wald enthält.

Mit über 20’000 Tier- und Pflanzenarten, Flechten, Pilzen, Algen, Moosen und Kleinstlebewesen ist der Wald einer der artenreichsten Lebensräume in der Schweiz. In unseren Wirtschaftswäldern wird jedoch nur ein Teil der notwendigen Lebensräume und Strukturen zur Verfügung gestellt. Es mangelt an Elementen der Zerfallsphasen wie ausreichend Totholz sowie an Licht in den Wäldern. Naturwaldreservate sind erst auf wenigen Prozenten der Waldfläche eingerichtet, vor allem im Mittelland gibt es kaum grosse Reservate. Zudem sind die breiten Übergangszonen zwischen Wald und Kulturland auf eine schmale Waldrandlinie zusammengeschrumpft.

Hier setzt der SVS/BirdLife Schweiz mit seiner neuen fünfjährigen Kampagne „Biodiversität – Vielfalt im Wald“ an, die 2011 im Internationalen Jahr des Waldes startet. Ziel der Kampagne ist es, zusammen mit Förstern, Waldbesitzern und Behörden die fehlenden Elemente im Wald zu fördern und so die Biodiversität zu erhöhen. Zum Jahr des Waldes 2011 hat der Schweizer Vogelschutz SVS eine neue Broschüre „Biodiversität – Vielfalt im Wald“ erarbeitet. Sie zeigt die Entwicklung des Schweizer Waldes und stellt Strukturelemente wie Biotopbäume, Totholz, lichte Wälder, Übergangsbereiche Wald-Kulturland sowie Kleinstrukturen und ihre Bedeutung für die Flora und Fauna vor. Sie weist aber auch auf die Instrumente für den Schutz der Biodiversität im Wald hin und geht auf die zukünftigen Herausforderungen für den Wald ein.

Weitere Informationen

Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz

Bild: Schweizer Vogelschutz SVS, Zürich

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