Mega-Cities in der „Wasserkrise“

  • Stefanie Pfefferli
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Grossregionen und Mega-Städten auf der gesamten Welt droht eine Zuspitzung der „Wasserkrise“. Zu diesem Schluss kommt die aktuelle WWF-Studie „Big Cities. Big Water. Big Challenges“, die anlässlich der Internationalen Weltwasserwoche in Stockholm veröffentlicht wurde. Bereits heute sei die Situation in den sogenannten Mega-Cites bedrohlich und in vielen Fällen untragbar. So führe etwa in Mexiko-Stadt die Übernutzung der Grundwasserreserven zu einem stetigen Absinken der Metropole um 5 bis zu 40 Zentimeter im Jahr. Neben der direkten Auswirkung auf den Gebäudebestand steige dadurch das Risiko einer grossflächigen Überflutung durch den See in der Stadtmitte. Die Flüsse in Buenos Aires könnten hingegen nur noch als „öffentliche Kloake“ bezeichnen werden und die Bevölkerung im indischen Kalkutta hat mit fäkaler Verschmutzung des Abwassers und einer hohen Arsenkonzentration im Grundwasser zu kämpfen. Shanghai wiederum habe eigentlich genügend Süsswasservorkommen, kämpfe aber trotzdem mit Wasserknappheit.

Wie die Fallstudien von Metropolen mit unterschiedlichen sozialen, ökonomischen und ökologischen Bedingungen zeige, sei die urbane Wasserversorgung überwiegend durch Wasserknappheit, abnehmende Wasserqualität und Verschmutzung, Übernutzung und daraus resultierender Versalzung des Trinkwassers sowie durch soziale und institutionelle Probleme und Defizite in der Infrastruktur gefährdet. Für die Zukunftsfähigkeit von Metropolen ist ein konstanter Zugang zu sauberem Trinkwasser, angemessenen sanitären Anlagen und Kläranlagen unerlässlich. Nachhaltigkeit gehe weit über technische Lösungen und die Manipulation von Wasserläufen hinaus, so der WWF.

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Urheber: Dragons flight (Wikimedia Commons)

 

 

 

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