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Massnahmen gegen Lichtemissionen

  • Corinna von Kürthy
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Die Lichtemissionen haben in den letzten zwanzig Jahren um 70 Prozent zugenommen. Künstliches Licht kann die Lebensräume nachtaktiver Tiere erheblich stören. Zugvögel verlieren beispiels- weise die Orientierung, Insekten verbrennen an Lichtquellen, und Fledermäuse werden aus ihren Tagesquartieren verdrängt.

Besonders empfindlich sind Gebiete mit Schutzstatus, zum Beispiel Biotope von nationaler Bedeutung oder Wasser- und Zugvogel- reservate.

Auch für den Menschen kann künstliches Licht in der Nacht oder auch reflektiertes Sonnenlicht, beispielsweise von Glasfassaden, Metallverkleidungen oder Photovoltaikanlagen, zu Beein- trächtigungen führen. Lichtquellen in der Umwelt hellen ausserdem Innenräume auf, was Schlafstörungen hervorrufen kann.

Laut einer Medienmitteilung vom Bundesamt für Umwelt BAFU hat der Bundesrat an seiner heutigen Sitzung den Bericht „Auswirkungen von künstlichem Licht auf die Artenvielfalt und den Menschen“ genehmigt. Damit erfüllt er ein von Nationalrätin Tiana Angelina Moser (GLP, ZH) 2009 eingereichtes Postulat. Im Bericht schlägt der Bundesrat Massnahmen für den Umgang mit Lichtemissionen vor. So soll das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) prüfen, ob die Verordnung über den Natur- und Heimatschutz mit einer Bestimmung ergänzt werden könnte, die den Schutz der Arten und Lebensräume bezüglich mobiler und fester Beleuchtungsanlagen gewährleisten würde. Zudem sollen Richtwerte zur Beurteilung der Schädlichkeit und Belästigung von künstlichem Licht in der Umwelt für den Menschen erarbeitet werden.

Diese von den Kantonen gewünschten Richtwerte sowie eine aktualisierte Vollzugshilfe sollen den beteiligten Akteuren in Zukunft helfen, bereits bei der Planung von Beleuchtungsanlagen den Schutz von Mensch und Umwelt einzubeziehen.

Bild: Craig Mayhew and Robert Simmon, NASA GSFC [Public domain], via Wikimedia Commons

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