Marschhalt beim Rebhuhnprojekt im Klettgau

  • Redaktion Naturschutz
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Der Klettgau im Kanton Schaffhausen hat sich dank vielerlei Aufwertungen in den letzten zwanzig Jahren zu einer ökologischen Vorzeigeregion entwickelt. Zahlreiche seltene Tier- und Pflanzenarten profitieren davon, so zum Beispiel Wachtel, Schwarzkehlchen, Dorngrasmücke und Grauammer, die andernorts verschwunden sind. Noch zuwenig kann aber anscheinend das anspruchsvolle Rebhuhn profitieren, welches hier seit 2002 im Rahmen eines Wiederansiedlungsprojekts ausgesetzt worden ist. Der Kanton Schaffhausen und die Vogelwarte Sempach sind deshalb übereingekommen, in den kommenden drei Jahren keine Rebhühner mehr auszusetzen. Der Marschhalt soll für weitere Lebensraumaufwertungen genutzt werden, um zu einem späteren Zeitpunkt den Wiederansiedlungsversuch neu aufnehmen zu können.
Ziel des Projekts ist es, einen Bestand von 50 – 60 Paaren aufzubauen, der langfristig überleben kann. In den ersten drei Jahren wuchs der Bestand auf gut 20 Paare an. Der Wintereinbruch im Februar und März 2006 mit sehr hohen Schneemengen verursachte dann aber einen Rückgang auf 5 Paare. (sb)

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