Malta erlaubt Zugvogeljagd

  • Nora Zoller
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zugvögelTrotz internationaler Proteste hat die maltesische Regierung wieder die Jagd auf heimkehrende Zugvögel genehmigt, obwohl die Europäische Vogelschutzrichtlinie die Frühlingsjagd untersagt. Dieses Jahr hat die Regierung den maltesischen Jägern hohe Auflagen unterlegt, ausserdem ist die Jagd nur während sechs Tagen erlaubt.

Die Jagd auf Vögel während ihres Heimzugs zu den Brutgebieten kann aber auch unter diesen Umständen nicht nachhaltig sein. Jede einzelne der nun auf Malta zum Abschuss freigegebenen Turteltauben und Wachteln stellt ein Brutpaar dar, das nicht nisten kann und keine Nachkommen haben wird. Für die ohnehin geschwächten Populationen der beiden gefährdeten Arten ist dies keine gute Nachricht.

Dazu kommt, dass die Auflagen kaum überprüft werden können. Die Umweltpolizei ist personell völlig unterbesetzt. Ohne Frühlingsjagd wäre jeder Schuss eine Straftat. Die Lizenz zur Jagd auf Wachteln und Turteltauben öffnet somit auch dem Abschuss seltener Greifvögel Tür und Tor.

Komitee gegen den Vogelmord

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