Braunbär Baden

M13 abgetaucht

  • Nora Kieselbach
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Seit rund einer Woche fehlt vom Jungbären jede Spur und bereits machen Gerüchte über seinen Tod die Runde, wie 20Minuten-Online berichtet. Hat sich der Bär bloss zurückgezogen, oder ist er tatsächlich bereits tot?

Georg Brosi vom Bündner Amt für Jagd und Fischerei ist sich sicher: M13 lebt, alles andere sind bloss Vermutungen. Die Gerüchte kommen jedoch nicht von ungefähr: Seit am 30. April ein Triebwagen der RhB mit dem Raubtier kollidierte, ist M13 nachweislich verletzt und der Peilsender des Bären beschädigt. Eine Zeit lang war die Ortung des Raubtiers noch möglich, dann konnten plötzlich keine Signale mehr empfangen werden.

Direkt nach dem Unfall bewegte sich M13 kaum; Er hatte sich verletzt und geschwächt ins Dickicht zurückgezogen. Der Bär berappelte sich allerdings schnell wieder und sein Bewegungsradius vergrösserte sich nach kurzer Erholungsphase massiv – was jedoch nun seine erneute Ortung enorm erschwert. Die letzte Sichtung stammt aus dem Val S-charl in der Gemeinde Scuol, seither verläuft sich seine Spur.

Das Bündner Amt für Jagd und Fischerei ist deshalb auf Meldungen aus der Bevölkerung und von Wildhütern angewiesen: Da M13 immer noch als auffälliger Bär taxiert wird, muss er möglichst umgehend mit einem neuen Peilsender versehen werden. Laut Georg Brosi kann es jedoch gut sein, dass man M13 nie wieder zu Gesicht bekommt, wie er 20Minuten-Online erzählt. „Es ist völlig natürlich, dass der Bär bei wärmeren Temperaturen in die Berge und Seitentäler wandert. Er findet nun auch dort genug zu Fressen.“ Dass sich der Bär zurückziehen werde, damit sei zu rechnen gewesen – M13 hat sich zwar abgemeldet, tot muss er deswegen noch lange nicht sein.

Amt für Jagd und Fischerei Graubünden

Bild: Michael Gäbler (Wikimedia Commons)

 

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