© Thomas Kohler [CC-BY-SA-3.0], via flickr
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Luftqualität verbessert – aber vielerorts immer noch schädlich

  • Kathrin Ruprecht
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Die Luftverschmutzung in der Schweiz hat seit 1980 stark abgenommen. Trotzdem ist der Ausstoss einiger Luftschadstoffe immer noch zu hoch und kann die Gesundheit beeinträchtigen.

In ihrem Bericht über die Luftverschmutzung und die Gesundheit informiert das Bundesamt für Umwelt (BAFU) über die Auswirkungen der Luftverschmutzung und die Möglichkeiten ihrer Reduktion.

In der Schweiz hat sich die Luftqualität in den letzten 30 Jahren dank unterschiedlicher Luftreinhaltemassnahmen verbessert. Die Grenzwerte für den Ausstoss verschiedener Schadstoffe wurden für die meisten Stoffe eingehalten. Für Ozon, PM10 und Stickstoffdioxid ist die Emission aber immer noch zu hoch, auch in den Nachbarländern. Die Emission von Schwefeldioxid und Schwermetallen dagegen konnten, dank der Herabsetzung des Schwefelgehalts im Heizöl und der Einführung von unverbleitem Benzin, stark reduziert werden.

Doch neue wissenschaftliche Studien haben belegt, dass auch Schadstoffkonzentrationen unter dem gesetzlichen Grenzwert negative gesundheitliche Auswirkungen haben können. Vor allem Kinder, ältere und kranke Menschen sind davon betroffen.

Bund und Kanton arbeiten mit verschiedenen Massnahmen, zum Beispiel Emissionsgrenzwerte und Abgasvorschriften, für eine Verbesserung der Luftqualität. Für stationäre Schadstoffquellen, wie Industrie, Heizungen und Landwirtschaft, gilt die Luftreinhalte-Verordnung (LRV) und für Fahrzeuge gelten die jeweiligen Spezialgesetzgebungen.

Seit den 80er-Jahren konnte eine Verbesserung der Luftreinheit beobachtet werden, was für diese Massnahmen spricht. Finanzielle Anreize sollen dafür sorgen, dass vermehrt saubere Fahrzeuge und Maschinen bevorzugt werden. Weiterhin sollen auch die Grenzwerte für die Emissionen dem technischen Stand angepasst werden. Da die Luftschadstoffe keine Grenzen kennen, engagiert sich die Schweiz auch aktiv in verschiedenen internationalen Gremien für eine Begrenzung der Luftverschmutzung.

In der Periode 2005-2020 wird deshalb mit einem Rückgang der Emission von PM10, PM2.5 und Stickoxiden gerechnet. Die Wirksamkeit der Massnahmen muss aber regelmässig von den Kantonen überprüft und wenn nötig die Massnahmen angepasst werden.

Der Bericht enthält auch Tipps für das eigene Verhalten um die Luftverschmutzung zu reduzieren oder die Belastung für die Gesundheit zu minimieren. So wird empfohlen möglichst oft zu Fuss zu gehen oder mit dem Velo zu fahren und auf unnötige Autofahrten zu verzichten. Wenn ein Fahrzeug gebraucht wird, soll es möglichst die neustem Abgasnormen erfüllen oder elektrisch betrieben sein. Auch der Fahrstile hat einen Einfluss auf die Luftbelastung. Häufiger Tempowechsel und ein laufender Motor im Stand haben negative Auswirkungen.

Mehr Information finden Sie hier.

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