Luchs

Luchs B163 in Glarus und Schwyz

  • Monika Jung
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Die Entwicklung der Luchsbestände wird in der Schweiz aufgrund systematischer Fotofalleneinsätze beobachtet. Nun wollen sich die Kantone Glarus und Schwyz dieser Methode anschliessen. Eine Pilotstudie hat diesen Winter schon einen spannenden Luchsnachweis ermöglicht.

Um die Entwicklung der Luchsbestände zu untersuchen und ihre Ausbreitung zu erfassen, werden in verschiedenen Regionen der Schweiz unter der Federführung des Bundes in so genannten Referenzflächen die Luchsbestände systematisch erfasst. In den kommenden zwei bis drei Jahren soll dies unter anderem auch in den Kantonen Schwyz und Glarus erfolgen. Aus diesem Grund haben Glarner und Schwyzer Wildhüter in diesem Winter während 60 Tagen an vielen verschiedenen Orten Fotofallen montiert.

Während dieser ersten abgeschlossenen Testphase konnte ein Luchs mehrmals im Glarner Unterland und einmal in der March (SZ) fotografiert werden. Bei dem Tier handelt es sich um einen jungen männlichen Luchs aus dem Jahr 2008, welcher noch im Frühjahr 2009 im Gebiet von Beckenried (NW) in Begleitung seiner Mutter erfasst und als B163 in die nationale Luchskartei aufgenommen wurde. Die Identifizierung von Luchsen erfolgt aufgrund ihrer individuellen Fellmusterung. Der junge Kuder stammt also von weit her und hat eine imponierende Wanderung hinter sich. Ob er sich langfristig in dieser Region aufhalten, oder ob er weiterziehen wird kann nicht vorausgesagt werden.

Für den Kanton Glarus ist der junge Kuder der zweite sicher nachgewiesene Luchs. Bereits bekannt ist AIKA, ein Luchsweibchen, welches im Rahmen des Projektes LUNO (Luchsumsiedlung Nordostschweiz) im Frühjahr 2003 aus dem Jura in das Tössstockgebiet umgesiedelt wurde. Nach mehrmonatiger Wanderung, die sie über den Sihlwald bis nach Baden (AG) führte, liess sie sich im Herbst 2003 im Glarner Unterland nieder.

Weitere Informationen

KORA (Koordinierte Forschungsprojekte zur Erhaltung und zum Management der Raubtiere in der Schweiz

Bild: AJF Glarus und ANJF Schwyz© AJF Glaru und ANJF Schwyz © AJF Glarus und ANJF Schwyz

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