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Living Planet Report 2010

  • Monika Jung
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wwf_livingplanetDer neue Living Planet Report des WWF, der umfassendste Bericht zum Zustand der Erde, zeigt: Während sich die Natur in den gemässigten Breiten teilweise erholt, sind in den Tropen dramatische Verluste festzustellen. Beunruhigend ist, dass die Weltbevölkerung inzwischen eineinhalb Mal so viele Ressourcen braucht, wie die Erde auf die Länge bieten kann.

Alle zwei Jahre publiziert der WWF zusammen mit dem Global Footprint Network und der Zoological Society of London den Living Planet Report. Er zeigt auf wissenschaftlicher Basis, wie sich der Ressourcenverbrauch der Menschheit und der Zustand der Natur entwickeln. In den Tropen ist der Rückgang der untersuchten Tier-Populationen mit über 60 Prozent besonders dramatisch, während in den gemässigten Breiten teilweise eine Erholung festzustellen ist. Dieser Unterschied hat zwei Hauptgründe: Im Norden hat die grossflächige Naturzerstörung früher eingesetzt, und darum startete der Index für die gemässigten Breiten 1970 auf tieferem Niveau. Zudem zeigt im Norden der Natur- und Umweltschutz seine Wirkung.

Während die Populationen schrumpfen, wächst der Footprint der Menschheit. Für den Footprint wird der Ressourcenverbrauch der Weltbevölkerung den Ressourcen gegenübergestellt, die die Erde in der gleichen Zeit neu produziert. Inzwischen hat der globale Footprint 1,5 erreicht: Wir verbrauchen also eineinhalb Mal so viele Ressourcen, wie die Erde auf die Länge bieten kann. Die Schweiz hat gar einen Footprint von 2,8.

Bis 2050 wird auch der globale Footprint auf 2,8 steigen, wenn wir weitermachen wie bisher. Doch es gibt Alternativen, sagt Damian Oettli vom WWF: „Vor allem bei der Energie und der Ernährung entscheidet sich, ob wir eine nachhaltige Entwicklung schaffen. Möglich ist sie.“

WWF

Global Footprint Network

Bild: WWF

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